misshappyreading: zwei
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11 März 2021

[Presseexemplar] Blutwurst, Bier und Beichtgeheimnis - Fanny König
Wieder müssen der Pfarrer und der Dorfpolizist ermitteln. Dabei ist der letzte Mord noch gar nicht lange her. Dieses Mal hat es einen jungen Berliner auf der Durchreise erwischt. Der wurde schlimm zugerichtet im Food Truck gefunden. Mit dem Food Truck und den Leuten dazu war sowieso was komisch von Anfang an. Die Claudia hat die alle angeschleppt, die Schwester vom Metzger, nach Jahren im wilden Berlin will sie plötzlich einen Food Truck auf dem Dorffest haben mit veganen Würstel und Kirschbier. Da musste ja was passieren. 

Der erste Teil dieser Dorfkrimi-Reihe hat mir sehr gut gefallen: Himmel, Herrgott, Hirschgeweih
Und ich hab mich wirklich sehr auf die Fortsetzung gefreut.



Der Schreibstil des zweiten Teils kann auf jeden Fall wieder mithalten. Schon nach wenigen Sätzen war ich wieder mitten in Eichenberg. Der Pfarrer, ganz der alte, die Maria auch und der Hirsch ist zwar jetzt vergeben, aber auch immer noch ein bissal fehl am Platz auf dem Dorf.

Und es geht erst mal ruhig los. Der Leser erfährt zwar gleich in den ersten Absätzen war für ein grausiger Mord sich da zusammen braut, wird dann aber mit einer Rückblende ala 'ein paar Tage vorher' langsam an das Event herangeführt. 

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Bevor ich lange drum herum rede. Der Schreibstil ist toll. Die Charaktere mag ich unglaublich gerne. Aber das Buch kommt lange nicht an den ersten Teil für mich heran.

Im zweiten Teil ist mir der Pfarrer leider ein bisschen zu weltfremd. Selbst meine Oma, die deutlich älter ist als der Pfarrer, und auch auf dem Dorf wohnt, weiß dass Google keine Person ist und ein Foto von einem selbst aus einer Zeitung durchaus im Internet sein kann ohne dass man es selbst reingestellt hätte.

Der Pfarrer ist ein bisschen sehr verliebter Gockel der sein Hirn wohl in einer seiner Kirchenbänke vergessen hat.

Auch was die Verdächtigen angeht ist der Pfarrer im zweiten Band deutlich naiver als noch im Ersten. 

Das fand ich sehr schade. Denn das Ermittlergespann Hirsch und Meininger ist mehr eine stümperhafte Variante beiden Ermittler im Hirschgeweih Band.

Richtig enttäuscht war ich dann auch als aus Karl I und Carl II (unter anderem S. 177) plötzlich auf den letzten Seiten (S. 391) Klaus und Claus wurde... 

Den ganzen Fall selber lösen dann nicht mal die zwei Ermittler, sondern jemand anderes, und der Leser bekommt die Erklärung nur im Schnelldurchlauf auf zwei Seiten in Form eines Hirsch-Monologs. 

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So, genug geschimpft mit dem Buch. Es ist eigentlich nicht schlecht. Aber im Vergleich mit den ersten Band, und das vergleichen ist bei einer Krimi-Reihe nun mal angebracht, kann es nicht mithalten.

Würde ich einen dritten Band lesen? Auf jeden Fall. Denn die Autorin schreibt ganz ganz toll und gibt mir mit ihrer Art zu schreiben ein heimisches Gefühl.

Auch der Fall an sich war spannend. Die Charaktere sind wieder so schön klischeehaft (ja das ist was Gutes, weil bewusst so geschrieben).

Nur die Struktur der Geschichte zum Ende hin hat mich nicht überzeugt.  

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Nett zu lesen, aber lange nicht so gut wie der Vorgänger.

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Erscheinungsdatum: Feb 2021 | Verlag: penguin Preis: € 13,00 [D] | ISBN: 978-3-328-10461-2 | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



07 Oktober 2019

[Anzeige/Rezension] Kalte Wasser - Melanie Golding
Mein Kind gegen dein Kind. Ein Tausch der Lauren, die gerade Zwillinge bekommen hat, mitten in der Nacht von einer Fremden vorgeschlagen wird. Lauren kann der Frau entkommen und bittet die Polizei um Hilfe. Doch dort wird der Vorfall nur belächelt. 

Wenn man schwanger ist und dieses Klappentext liest ködert das nochmal ein bisschen mehr. Wir grauenhaft ist die Vorstellung sein Kind einzutauschen? Und noch schlimmer, wenn einem niemand glaubt.



Bei diesem Buch tue ich mich sehr schwer mit einer Rezension. Irgendwie konnte es mich am Ende nicht einfangen.

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Was gut war an dem Buch war für mich eigentlich nur der Schreibstil. Denn der ist simpel und unterhaltsam. Genau so wie ich mir einen guten Krimi/Thriller vorstelle. Man liest recht schnell durch die Seiten was ich immer als sehr angenehm empfinde. 


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Wo war jetzt aber mein Problem mit dem Buch? Eigentlich war es die Geschichte. Ist ist nun Übernatürlich oder nicht. Hier fehlt für mich komplett die Aufklärung. Es ist ok wenn ein Krimi mit übernatürlichen Elementen arbeitet oder sie ausräumt. Aber ich wüsste schon gerne woran ich bin. Das fehlte mir bei dem Buch ein wenig.

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Mein zweites Problem waren die zwei Protagonistinnen. Beide für mich leider nicht glaubhaft. Sie haben mich leider beide wirklich genervt - das, gepaart mit der Geschichte die Potenzial gehabt hätte, aber dieses nicht ausschöpft, war eher mühsam. 

Wirklich schade, denn der Klappentext hörte sich sehr gut an. Für mich eher ein Fehlgriff.

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Die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Hätte Potenzial gehabt.


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Erscheinungsdatum: Juli 2019 | Verlag: harper collinsPreis: € 15,00 [D] |ISBN: 978-3-959-67842-1 // 978-3-959-67296-2 | Seiten: 400 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




23 August 2019

[Anzeige/Rezension] Stranger Things: Finsternis - Adam Christopher
New York 1977 - Mysteriöse Morde erschüttern den sonst ruhigen Stadtteil von Brooklyn. Jim Hopper, hat eine steile Karriere hingelegt und es vom Dorfpolizisten zum Morddezanat in New York City geschafft. Doch selbst den sonst so hart wirkenden Hopper erschüttern die rituell anmutenden Morde, die er und seine Partnerin aufklären müssen. 

Wenn ich schon die Vorgeschichte von Terrry lese und damit wie alles um das Hawkings Labor begann, dann muss ich ja wohl auch Hoppers Vorgeschichte lesen! Vor allem weil Hopper natürlich einer meiner absoluten Lieblinge ist. Abgesehen von Dustin, dem gehört mein Herz! Die Rezension zu Suspicious Minds, dem ersten Stanger Things Buch, findet ihr hier




Alles beginnt mit einer Frage von Eleven (ich werde sie nicht Elfi nennen, ich habe die Serie in OV angeschaut und Elfi ist für mich einfach nicht Eleven): Warum bist du Polizist geworden? 

Auch wenn es um Hoppers Vorgeschichte, genau genommen um seine Zeit in New York, geht, spielt das Buch nach der zweiten, vor der dritten Staffel. Das solltet ihr im Hinterkopf haben, falls ihr noch Nachholbedarf habt.

Reihenfolge:
Buch Suspicious Minds --> Staffel 1 --> Staffel 2 --> Buch Finsternis (teilweise Schauplatz zwischen Suspicious Minds und Staffel 1) --> Staffel 3

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Ich will ehrlich sein, das Buch kann ich fast nicht gut bewerten. Klar liebe ich Hopper. Ich mag seine Persona in der Serie wirklich gerne, allerdings darf der Hopper der Serie keine Grundlage für die Bewertung des Buches sein.  


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Warum fand ich das Buch nicht wirklich lesenswert? Mir war es thematisch zu viel. Zum einen beginnt die ganze Geschichte mit einem Serienmörder. Die Morde haben einen Hauch von Ritualmorden. Eigentlich ganz spannend. Doch dann gibts da auch noch Gangs, was wiederum nicht wirklich zur Stimmung von Ritualmorden passt. Dann kommt noch der FBI-Polizei Konflikt, der gefallene Cop, der heimlich weiterermittelnde Cop und die Wahrsagerin. Auch wichtig für die Geschichte wir haben natürlich wiedermal Experimente an Menschen.

Gefühlt haben hier fünf Personen separat an einer Buchidee gearbeitet und man hat sich am Ende entschieden alles in einen Topf zu werfen und gut umzurühren.

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Auch erfährt man keine besondere 'Wahrheit über Jim Hopper' wie das Buch betitelt ist, er war ein Cop und hat im New York der 70iger ermittelt... nicht das was ich als große Wahrheitsenthüllung erwartet hätte.

Eine gute Serienmörder Geschichte hätte ich toll gefunden. Eine spannende Gang-Undercover-Story hätte ich gerne gelesen. Aber alles auf einmal hat mich ehrlich gesagt nicht besonders gefallen. 

Damit ist das Buch weit hinter meinen Erwartungen geblieben, anders als der erste Teil. 

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Anders als beim ersten Teil keine Leseempfehlung, trotz Hopper als Protagonist. Für mich keine lesenswerte Geschichte und unrelevant für die Serie.


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Erscheinungsdatum: Juni 2019 | Verlag: penguin verlagPreis: € 15,00 [D] |ISBN: 978-3-328-10491-9 | Seiten: 528 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.

Rezension zum ersten Stranger Things Buch: Suspicious Minds




15 April 2019

[Anzeige/Rezension] Ich weiß, wo sie ist - S.B. Caves
Vor zehn Jahren verschwand ihre Tochter. Plötzlich wird Francine ein Zettel durch den Briefkasten geschoben: Ich weiß, wo sie ist. Ein schlechter Scherz? Oder gibt es doch noch Hoffnung?
 

Ja ich bin ein Mädchen und ein pinkes Cover zieht mich einfach magisch an. Dazu noch ein Klappentext der sich spannend anhört... da musste ich zuschlagen.
 



Ok mal wieder ein Thriller. Allerdings fehlt diesem hier doch ein bisschen der Thriller-Faktor, wenn ich es mal so betiteln darf. Das Buch ist wie ein Bilderbuch-Thriller aufgebaut, erst tappt man völlig im Dunkeln, gemeinsam mit der Person die am Ende natürlich alles herausfindet. Langsam findet man die Spur des ‚Killers/Verbrechers‘ und schwingt sich ins Abenteuer. Erst läuft es gut, dann Rückschlag, dann läuft‘s wieder gut, dann erneuter Rückschlag und am Ende ‚trommelwirblel‘ Auflösung (oder so was in der Art).


Das ist ja erst mal nicht falsch. Denn ohne Rückschläge macht ein Spannungs-Roman jeglicher Art auch keinen Spaß. ABER: ich will diese Rückschläge nicht kommen sehen.


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Tatsächlich habe ich bei dem Buch auch so meine Probleme mit den Charakteren gehabt:

Francine, die Mutter des verschwundenen Kindes, transformiert von 0 auf 100, von psychisch labile Alkoholikerin zu einer weiblichen Hitman-Mutation. Das war mit ‚too much‘. Nicht nur in der Story selbst, sondern auch bei den Charakteren wünsche ich mir einen roten Faden. Selbstverständlich dürfen sich Charaktere entwickeln, das ist sogar wichtig. Doch war mir Francines Entwicklung zu drastisch und überzogen. Gleiches gilt für die Tochter (mehr sage ich nicht, denn ich will niemanden spoilern).


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Gefühlt versuchte der Autor alles rein zu bringen was so bei Thrillern dieser Art ‚Standard‘ ist:

Die Cops wissen eh Bescheid, deshalb braucht man die gar nicht um Hilfe bitten. – Echt jetzt? Jeder? Polizei? FBI? Einfach alle?
Bekannte Showbiz-Größen sind mit von der Partie. – Tausend mal gelesen, nichts Neues.
Niemand glaubt ihr. – Natürlich nicht, sie war Jahrelang psychisch labil und ist zu Hellsehern gegangen. Ich hätte ihr auch nicht geglaubt.
Jahrelang Status Quo und plötzlich, an ein und demselben Tag passiert alles gleichzeitig? – Puhhhhh.
Die Babys. – Verstehe ich jetzt noch nicht so ganz.



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Wie ihr seht konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es hatte seine Momente, in denen ich gespannt gelesen habe. Aber alles in allem hat mir das Buch ‚zu viel versucht‘.

Thriller sind schon eine Weile nicht mehr mein Wahl-Genre, da ich mich ein wenig satt gelesen habe daran. Zwischen durch greife ich aber noch gerne nach einem. Da ich viele gelesen habe ist meine Erwartungshaltung recht hoch. Diese konnte ‚Ich weiß, wo sie ist‘ einfach nicht erfüllen.

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Nette Unterhaltung, aber meiner Meinung weit über die Ziellinie hinaus. Alles ein bisschen überzogen: Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen!

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Erscheinungsdatum: Dezmeber 2018 | Verlag: harper collins | Preis: € 11,99 [D] | ISBN: 978-3-95967-796-7  | Seiten: 352 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




02 April 2019

[Anzeige/Rezension] Zwischen uns ein ganzes Leben - Melanie Levensohn
Paris während des zweiten Weltkriegs - Wahington DC heute. Getrennt durch ein Jahrhundert. Drei Frauen, drei Schicksale, drei Leben. Die eine bereut ihr Leben, der anderen war es nicht vergönnt und die dritte ist noch auf der Suche danach.
 

Das Buch hat mich im Briefkasten überrascht. Ehrlicherweise hätte ich selbst sicher nicht danach gegriffen. Zwar kann ich mich für Geschichten zu Kriegszeiten begeistern, allerdings bin ich kein großer Fan von Frauen-Schicksals-Romanen die sich über ein ganzes Jahrhundert ziehen, da diese oft mit vielen Klischees daher kommen. Und was soll ich sagen, hier war das nichts anderes.





Es gibt Rezensionen die ein bisschen weh tun. Das hier ist so eine. Ich wollte das Buch wirklich 'mögen'... aber das ging leider nicht. Ich war neugierig und habe bei Goodreads ein bisschen nach anderen Rezensionen zu dem Buch geforscht. 

Mit meiner Meinung scheine ich noch recht alleine zu sein.

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Ich habe ein paar mal gelesen dass das Buch viel Tiefgang hätte. Dem kann ich mich leider überhaupt nicht anschließen. Dafür dass das Buch während dem Zweiten Weltkrieg spielt ist Friede Freude Eierkuchen. Ja der jungen jüdischen Judith (*hahhaha*) ist ein bisschen kalt und die hat Hunger. Jedes Mal kommt aber ihr steinreicher arischer Freund daher mit Essen und Wein.... seriously? Das ist eine seichte Liebesgeschichte, kein Roman mit Tiefgang.


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Beatrice habe ich auch gefressen. Sie hat a) null Selbstbewusstsein, was ich bei einer Pressemitarbeiterin einer großen Bank in DC nicht nachvollziehen kann und b) ist sie nicht besonders gut in dem was sie tut.  

Den zweiten Punkt muss ich vielleicht erklären
Ja ihr Chef ist ein Arsch, verbockt hat sie es trotzdem selbst in der Arbeit. 

Dann steckt sie ihre Energie in die Suche nach der verschollenen Judith, die vermutlich den Krieg überlebt hat, und muss von jemand anderen darauf hingewiesen werden dass es möglich wäre dass Judith nicht mehr ihren Mädchennamen hat... 'Daran hätte sie gar nicht gedacht.' (irgenwo um S. 176)... Ehrlich?
 
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Das Buch war gut geschrieben und wenn ich mal im Flow war bin ich gut vorangekommen. Allerdings konnte ich mich für die Geschichte nicht begeistern und für die Protagonisten nicht erwärmen. Sehr schade.
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Nicht mein Fall. Weder für die Charaktere noch für die Geschichte konnte ich mich erwärmen.

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Erscheinungsdatum: August 2018 | Verlag: sfischer | Preis: 16,99 [D] | ISBN: 978-3-596-70271-8  | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




27 Dezember 2018

[Anzeige/Rezension] Sofia trägt immer schwarz - Paolo Cognatti
Sofia ist nicht glücklich. Nie quasi. Melancholisch und ohne Halt zieht sie durch die Welt. Stets auf der Suche nach einem Halt, einem Anker der sie zur Ruhe kommen lässt im Sturm ihres Lebens.

JEDER hat sie gelesen, die 'Acht Berge' - jeder außer mir. Das Buch habe ich irgendwie verpasst. Der Klappentext des zweiten Buches von Paolo Cognatti konnte mich dafür sofort begeistern.




Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, aufgrund des Hypes um das vorherige Buch des Autors. Leider bin ich mit Sofia nicht warm geworden.

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Das schriftstellerische Talent des Autors steht außer Frage. Das Buch ist gut geschrieben, mit wenigen gut gewählten Worten schafft der Autor eine emotionale Stimmung (meist eine triste Stimmung).

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Eine Sache irritiert mich allerdings immer: Die Du-Form. Einzelne Kapitel sind in dieser Form verfasst, in dem Fall ist Du Sofia. Das stört mich extrem im Lesefluss. Es mag eine literarische Meisterleistung sein in diversen Persönlichkeits-Formen zu schreiben. Ich kann damit persönlich nicht viel anfangen.
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Wir schon gesagt ist die Stimmung recht trist. Bewusst trist. Sofias Leben ist von seelischen Rückschlägen geprägt. Sie wirkt antriebslos und impulsiv. Das ist an sich spannend, des diese charakterlichen Umstände machen Sofia wenig berechenbar (zu Beginn). Doch mir hat es der Autor damit nicht leicht gemacht mich für die Geschichte zu begeistern.

Der spannendste Erzählstrang war des von Sofias Vater. Er war für mich der einzige der ein wenig Leben in sich hatte. ‚Sofia trägt immer schwarz‘, genauso sieht ihre Storyline aus, farblos.


Ich habe mich besonders zum Ende hin durch die Seiten gekämpft, gelangweilt von der Geschichte. Ehrlicherweise hatte ich nicht das geringste Interesse wie es mit Sofia weiter geht.
 
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Gut geschrieben, die Geschichte selbst konnte mich aber nicht überzeugen!

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Erscheinungsdatum: September 2018 | Verlag: Penguin| Preis: 18,00 [D] | ISBN: 978-3-328-60027-5  | Seiten: 240 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




19 November 2018

[Anzeige/Rezension] Die Welt war so groß - Rona Jaffe
Vier Frauen, die unterschieldicher nicht sein könnten, starten 1957 ins Leben. Während dem gemeinsamen Studium 'war die welt so groß'. 1977 treffen sie sich bei ihrem Klassentreffen wieder. Alles scheint verändert. Die Träume und Ziele aus den Augen verloren. Gibt es eine zweite Chance?

Mit den Worten 'Rona Jaffe: Die große Wiederentdeckung' wurde ich geködert. Inzwischen bin ich ja eher ein Fan von dünneren Büchern, doch diese wiederentdeckten 500 Seiten haben mich neugierig gemacht!




Mühsam ist mein Wort für das Buch. Leider. Ich hatte mir eine spannendere Geschichte vorgestellt. Das Buch war überhaupt nichts für mich.

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Es spielt hauptsächlich in den 50iger Jahren und handelt von vier Frauen die sich Jahre später auf einem Klassentreffen wieder begegnen. Es gab nur ein Thema: Männer. Männer über die man sich difinieren konnte. Deren Putzfrau man sein durfte. Vielleicht mag das Buch zur Zeit seiner Veröffentlichung (1979) spannend gewesen sein, da es Tabu Theman anschneidet wie Depression, Abhängikeit, Homosexualität, Betrug etc. - doch für mich war das zu wenig, besonders bei über 500 Seiten.
 
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Mich hat keiner der Handlungstränge überrascht. Man folgt jeder einzelnen der Damen durch die Jahre. Beginnend mit der College Zeit, in die Ehe, in die Krise. Jedes Mal nahezu das gleiche. Nichts kam wirklich überraschend

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Auf den letzten 100 Seiten hatte ich dann endlich das Gefühl dass ein bisschen was passiert. Allerdings zu wenig für meinen Geschmak. Besonders das vermeintliche Klassentreffen kommt mir viel zu kurz.
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Besonders unterhalten habe ich mich nicht gefühlt. Schade.

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Erscheinungsdatum: September 2018 | Verlag: Ullstein| Preis: 11,00 [D] | ISBN: 978-3-548-29025-6  | Seiten: 528 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




11 September 2018

[Anzeige/Rezension] Königskinder - Alex Capus
Tina und Max werden nachts auf einer Passstraße in den Alpen eingeschneit, nachdem ihr Auto von der Fahrbahn rutscht. Um sich die Zeit zu vertreiben bis zum morgen und der nahenden Rettung, erzählt Max seiner Frau eine Geschichte. Die Geschichte von Jakob und Marie, die sich viele Jahre zuvor genau an diesem Ort zugetragen haben soll.


Durch Vorablesen.de bin ich auf dieses Buch gestoßen und habe es noch vor Erscheinungstermin in Händen gehalten.



Wo fange ich am besten an dieses Buch zu beschreiben? Der rote Faden sind Tina und Max. Das Ehepaar fährt einen eigentlich gesperrten Pass und muss nach einem kleinen Unfall bis zum nächsten Tag ausharren. Bis die Schneefräse sich den Berg hochgearbeitet hat vertreiben sie sich die Zeit mit einer Geschichte.

Das ist mehr oder weniger alles was es zu Tina und Max zu sagen gibt. Zu Beginn des Buches wird der Leser noch schnell abgeholt, wie die beiden sich kennengelernt haben. 

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Die eigentliche Geschichte wird von Max erzählt, nämlich die Liebesgeschichte von Jakob und Marie. Deren Geschichte umfasste einige Jahre des 18. Jahrhunderts.

Max ist, wenn man so will, ein geborener Geschichtenerzähler. Als Leser interessierte mich auch ausschließlich das was Max zu erzählen hatte. 

Immer wieder wird seine Erzählung unterbrochen von Frequenzen aus dem 'Hier und Jetzt' - nervig!   

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Tina und Max sind mir beide recht unsympatisch gewesen. Sie sind recht zickig zueinander. Das ist relativ realistisch. Das Problem für mich als Leser war dass ich beide NUR in diesem Gemütszustand kennengelernt habe. 

So habe ich jedes mal gestöhnt wenn Max gefragt hat 'Bist du noch wach?'
 
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Die Geschichte von Jakob und Marie ist sehr süß und schön erzählt. Wobei ich mich bezüglich dem Ende der ungeliebten Tina anschließen muss.
 
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Alles in allem nett. Aber nicht unbedingt lesenswert.

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Erscheinungsdatum: August 2018 | Verlag: hanser literaturverlage | Preis: 21,00 [D] | ISBN: 978-3-446-26009-2  | Seiten: 176 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




27 Juli 2018

[Rezension] Das Paar aus Haus Nr. 9 - Felicity Everett
Die neuen Nachbarn üben eine Faszination aus auf Sarah. In die neu gewonnene Freundschaft schleicht sich Eifersucht ein, auf das modäne Leben der weltgewandten Nachbarn. Doch wie so oft trügt der Schein.



Das Buch war eine absolute Cover Entscheidung. Mich hat die Vorstadt-Düsternis sofort angesprochen.


Ehrlicherweise habe ich sehr zu kämpfen gehabt mit dem Buch. In den ersten Kapiteln zieht ein neues Paar ins Nachbarhaus. Wie ein Schulmädchen lässt sich Sarah sehr beindrucken von dem Künstler Paar. Was sie früher als abgewohnt bezeichnet hätte, empfindet sie plötzlich als Vintage und stilsicher. Ihr eigenes Leben wirkt auf sie von einem Moment auf den anderen farblos, langweilig und spiesig.

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Soweit so gut. Es ist im ersten Moment interessant zu lesen wie Sarah eine Kehrtwende macht. Sie fühlt sich als hauchen ihre neuen Freunde ihnen wieder Leben ein. Ihre 'alten' Freunde sind plötzlich schrecklich fade

Doch dann wird die Erzählung schnell sehr schleppend. Es passiert bis zu den letzten 20 Seiten nichts weiter, als dass die beiden Paare sich anfreunden, sich die ersten Risse in der Freundschaft bilden (durch die extreme Nähe), Eifersucht Einzug hält (Sarah beneidet Lou um absolut alles) und aus Faszination etwas wie Hass wird.  

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Auch auf den letzten 20 Seiten passiert nicht was den Leser erstaunen könnte. Jede Entwicklung ist absehbar, bzw die eine die die Autorin präsentiert. Und da liegt der Hund begraben für mich. 

Es ist ein interessantes Thema, neue Freundschaften und Eifersucht.... aber für gute Leseunterhaltung hätte ich deutlich mehr gebraucht. Mehr Intrigen, tiefergreifender Hass, Affären, .... dramatische Entwicklungen. 

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Witzigerweise kann ich mir das Buch sehr gut als künstlerischen Film vorstellen. Vielleicht ist das eine der wenigen Geschichten die auf der Leinwand besser funktioniert hätte. Auf jeden Fall hätte die Story in 1,5 Stunden locker erzählt werden können.

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Eifersucht ist ein spannendes Thema, daher 3 Fakten dazu:
  • 98% aller Menschen kennen das Gefühl von Eifersucht
  • Autistische Menschen können keine Eifersucht empfinden
  • Tiere können auch eiversüchtig sein, vor allem Katzen (ohhhhh toll! :P)
 Quelle

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Welche Frage liegt mir nach der letzten Seite auf der Seele:
Wie würde ich auf solche neue Freunde reagieren?

Ich bin mir sicher, nicht so wie Sarah. Ich finde sie ist von vornherein wie ein Fähnlein im Wind wie man so schön sagt, sie hat zwar eine eigene Meinung, schafft es aber nicht diese auszusprechen. In der Hinsicht bin ich ganz anders als sie und daher auch sicher dass ich lange nicht so schnell beeindruckt bin.

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Zu langweilig für mich. Es passiert schlichtweg nichts. Nur ein kleiner Ausschnitt aus einem mittelmäßigen Vorstadtleben. Kann ich leider nicht empfehlen.

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Erscheinungsdatum: Juni 2018 | Verlag: HarperCollins Germany | Preis: 8,99 [D] | ISBN: 978-3-9596-7776-9 | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.