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16 Januar 2019

[Anzeige/Rezension] Das magische Auge
Das magische Auge. 3D Bilder die man im Bild finden muss. Kindheitserinnerungen hervorrufen. 25 Jahre später kommt nun die Jubiläums Ausgabe! 



Ich habe die Seiten mehrere Stunden angestarrt und es ist nichts passiert. Wirklich, ich wollte das Buch in die Ecke werfen vor lauter Verzweiflung. Was hilft immer? Eine Nacht drüber schlafen. Am Morgen darauf habe ich als aller erstes nach dem Buch gegriffen und die erste Seite wie verrückt angestarrt. Und plötzlich, aus dem Nichts, war da ein bombastisches 3D Bild. Ich hatte das Gefühl ich könnte direkt in die Seiten hinein krabbeln.

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Was war der Trick? Kontaktlinsen. Nachdem ich den Dreh einmal raus hatte, habe ich auf jeder Seite das Bild mehr oder weniger auf Anhieb gefunden. Ein paar Stunden später hatte ich meine Kontaktlinsen wieder drin und egal wie sehr ich mich angestrengt habe, die Bilder waren nicht zu entschlüsseln.

TIPP (an alle Brillenträger): Schaut euch die Bilder ohne Kontaktlinsen oder Brille an. Bei mir ist das die einzige Möglichkeit die Bilder zu sehen.
     
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Jetzt aber zu den Bildern selbst. Jede Seite ist mit ganz viel Liebe gestaltet. Vom Barkeeper, über viele Hunde, Juressic Park und Unterwasserwelt. Die 3D Bilder sind wirklich einmalig und es ist ein unvergleichliches Erlebnis, wenn man die Bilder plötzlich sieht.

In den 90igern, als ich noch ein kleiner Piepmatz war, war das magische Auge der Renner schlechthin. Und das weltweit. Auf allen erdenklichen Artikeln waren die bunten Bilder mit der ‚versteckten Botschaft‘ abgedruckt. An jeder Straßenecke hat sich jemand ein Bild an die Nasenspitze gehalten.

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Es gibt kein vergleichbares Erlebnis, als wenn diese 3D Bilder plöztlich wie aus dem Nichts auftauchen!

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Erscheinungsdatum: Januar 2019 | Verlag: ars edition| Preis: 15,00 [D] | ISBN: 978-3-8458-3151-0  | Seiten: 56 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




08 Januar 2019

[Anzeige/Rezension] Einmal Liebe zum Mitnehmen - Frieda Bergmann
Eigentlich hat Lily alles unter Kontrolle. Dachte sie zumindest. Doch dann läuft plötzlich alles schief, Job, Beziehung, Familie - alles geht den Bach runter. Lily braucht einen Neuanfang. Sie beginnt ihre Suche in Irland, bei ihrem leiblichen Vater.

Kennt ihr sympathische Autoren? Frieda Bergmann ist so eine. Diese Buch hat sie erst einmal alleine veröffentlicht, bevor sie vom Blanvalet Verlag entdeckt wurde. Jetzt wo die kalten und kurzen Tage angefangen haben bin ich in Urlaubsstimmung, Irland hat sich da nach der perfekten Alltagsflucht angehört.


 
Kennt ihr das wenn alles schief läuft. Klar wer nicht? Genau darauf basiert auch dieses Buch. Es geht alles den Bach runter für die Protagonistin. Die darauf hin nach Irland flieht. Keine neue Storyline wenn man ehrlich ist.

Was bei dem Buch raussticht ist die Schreibweise. Die Autorin kann schreiben. Da gibts keine Diskussion. Man flutscht gerade so durch die Seiten. 

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Die Lämmer - im Buch gibt es erstaunlich viel Lamm (als Gericht). Als überzeugter Vegetarier muss ich sagen hat das 80% von Lily's Sympathie genommen. Nun muss man natürlich klar stellen, das ist nicht die Schuld der Autorin. Diesbezüglich bin ich zart beseitet. Das scherzhafte 'wenn wir die Lämmer nicht mehr brauchten gehts zum Metzger' ist für mich allerdings mehr als nur ein Satz, mir blutet dabei das Herz. 

Der eine mag das verstehen, der andere nicht. Fakt ist. Das hat extrem an der Sympathieskala gekratzt.
 
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Was kann ich also allgemein über das Buch sagen? Auf jeden Fall ist die Geschichte vorhersehbar. Das haben Liebesromane so an sich. Wer zu einem Buch mit einem solchen Cover und Klappentext greift weiß genau worauf er sich einlässt.

Persönlich bin ich eher für Geschichten zu begeistern die einen mehr überraschen. Doch der Stil der Autorin, locker und salopp, hat das Buch zu einem sehr guten Entertainment gemacht. 
 
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Charmant erzählte Geschichte, die zwar nicht überrascht aber unterhält.

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Erscheinungsdatum: Oktober 2018 | Verlag: Blanvalet| Preis: 9,99 [D] | ISBN: 978-3-7341-0583-8  | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag und die Autorin für die Bereitstellung.




07 Januar 2019

[Anzeige/Rezension] Girl in Snow - Danya Kukafka
In einer Kleinstadt am Fuße der Rocky Mountains wird die Leiche der jungen Lucinda gefunden. Ein schreckliches Verbrechen das jeden in Broomsville erschüttert. Wer ist der Täter? Was ist das Motiv? 
 

Ein echter Cover Kauf - kann man nicht anders sagen. Der Klappentext hört sich ganz gut an. Doch gibt es auch eine Leseempfehlung für das Buch?



Ich kann nicht genau sagen warum, aber die Geschichte erinnert mich an 'Tote Mädchen lügen nicht'. Hauptsächlich liegt das glaube ich an der Stimmung des Buches. Zudem geht es um ein totes Mädchen und Einblicke in ihr Leben.

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Erzählt wird aus drei Perspektiven. 

Zum einen ist da der Polizist. Er ist nicht direkt der ermittelnde Detektive, sondern nur Teil des Teams. Also als Leser auf keinen Fall detailierte Ermittlungsarbeit erwarten. Hauptsächlich kämpft dieser nämlich nicht am Fall, sondern an seinem Leben. 

Lucindas Stalker, ein Schulkamarad von ihr, spielt da schon eine größere Rolle. Größtenteils die des Verdächtigen. Mit Cameron habe ich sehr mitgefühlt. Er trägt nicht nur seine eigene Schuld, sondern auch gleich die seines Vaters mit. 

Jade ist die dritte Erzählerin. Auch sie beobachtet Lucinda aus der Ferne mit einer guten Portion Neid. Doch, auch wenn es erst einen anderen Eindruck macht, sie hat ein gutes Herz.
     
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Das Buch hat eine sehr 'sanfte' Spannungskurve, bei der ich mich schwer tue Worte zu finden. Ja es geht darum wer Lucina umgebracht hat. Doch das ist nur einer der roten Fäden des Buches. 

Vielmehr geht es um das Leben der drei Menschen, die in diesem Fall drin hängen. Jeder hat seine Geschichte zu erzählen und keiner hatte es so leicht wie das Mädchen das ermordet wurde. 


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Die Autorin erzählt ihre Geschichte wundervoll. Das ist sicherlich auch einer der Gründe warum Amazon Prime Video die Filmrechte gekauft hat (zumindest laut Aussage im Klappentext). Ich kann mir das Buch richtig gut als Serie vorstellen und bin schon sehr gespannt drauf.
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Toll erzählte Geschichte über Neid, Schuld und Mord. Auf jeden Fall lesenswert!

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Erscheinungsdatum: Oktober 2018 | Verlag: btb| Preis: 10,00 [D] | ISBN: 978-3-442-71660-9  | Seiten: 384 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




27 Dezember 2018

[Anzeige/Rezension] Sofia trägt immer schwarz - Paolo Cognatti
Sofia ist nicht glücklich. Nie quasi. Melancholisch und ohne Halt zieht sie durch die Welt. Stets auf der Suche nach einem Halt, einem Anker der sie zur Ruhe kommen lässt im Sturm ihres Lebens.

JEDER hat sie gelesen, die 'Acht Berge' - jeder außer mir. Das Buch habe ich irgendwie verpasst. Der Klappentext des zweiten Buches von Paolo Cognatti konnte mich dafür sofort begeistern.




Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, aufgrund des Hypes um das vorherige Buch des Autors. Leider bin ich mit Sofia nicht warm geworden.

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Das schriftstellerische Talent des Autors steht außer Frage. Das Buch ist gut geschrieben, mit wenigen gut gewählten Worten schafft der Autor eine emotionale Stimmung (meist eine triste Stimmung).

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Eine Sache irritiert mich allerdings immer: Die Du-Form. Einzelne Kapitel sind in dieser Form verfasst, in dem Fall ist Du Sofia. Das stört mich extrem im Lesefluss. Es mag eine literarische Meisterleistung sein in diversen Persönlichkeits-Formen zu schreiben. Ich kann damit persönlich nicht viel anfangen.
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Wir schon gesagt ist die Stimmung recht trist. Bewusst trist. Sofias Leben ist von seelischen Rückschlägen geprägt. Sie wirkt antriebslos und impulsiv. Das ist an sich spannend, des diese charakterlichen Umstände machen Sofia wenig berechenbar (zu Beginn). Doch mir hat es der Autor damit nicht leicht gemacht mich für die Geschichte zu begeistern.

Der spannendste Erzählstrang war des von Sofias Vater. Er war für mich der einzige der ein wenig Leben in sich hatte. ‚Sofia trägt immer schwarz‘, genauso sieht ihre Storyline aus, farblos.


Ich habe mich besonders zum Ende hin durch die Seiten gekämpft, gelangweilt von der Geschichte. Ehrlicherweise hatte ich nicht das geringste Interesse wie es mit Sofia weiter geht.
 
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Gut geschrieben, die Geschichte selbst konnte mich aber nicht überzeugen!

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Erscheinungsdatum: September 2018 | Verlag: Penguin| Preis: 18,00 [D] | ISBN: 978-3-328-60027-5  | Seiten: 240 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




29 November 2018

[Anzeige/Rezension] Das Verbrechen - David Grann
Die Osage sind stinkreich, in einer Übergangszeit zwischen Wildem Westen und Moderne. Selbstverständlich passt das der weißen oberen Gesellschaft gar nicht. Also lassen sie die Indianer entmündigen, Begründung des Gerichts: „rassische Schwäche“, für „inkompetent“ erklärt und jedem wurde einen Vormund zuzuweisen, der ihnen nur wenige Tausend Dollar jährlich zukommen lassen durfte. Und dann häufen sich die Todesfälle. Teilweise Hinrichtungen (Kopfschuss), Vergiftung oder 'weniger' auffällige Morde.
 

Wow. Das Wort hängt mir seit der letzten Seite im Kopf. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Besonders weil ich auf keiner der Seiten vergessen konnte, dass das alles wirklich geschehen ist.



Ni-U-Kon-Ska - „Kinder oder Volk des mittleren Wassers“ - so nannte sich der Stamm selbst. Ihr Stammesgebiet war gewaltig und erstreckte sich über große Teile von vier heutigen Bundesstaaten: Missouri, Kansas, Oklahoma und Arkansas.

Von der amerikanischen Regierung hin und her geschoben, landen die Osage schließlich in einem Reservat. Als dort Erdöl gefunden wird, werden die Schürfrechte dem Stamm zugesprochen (die Pachtgelder wurden pro Kopf verteilt). Dieses sog. Headright war zudem nur vererbbar, NICHT verkäuflich.

Das katapultiert die Stammesmitglieder an die Spitze der amerikanischen Top-Verdiener.


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Edgar J. Hoover

Der sechste Direktor des für Korruption und Unprofessionalität bekannte Bureau of Investigation (BOI) sollte ebendieses vor dem sicheren Untergang retten. 1935 wurde aus BOI das heute bekannte FBI - Federal Bureau of Investigation. Hoover verstand die Medien und mutierte Mitte der 30iger zum Popstar gemeinsam mit den von ihm verhafteten Gangstern. Er galt bis zu seinem Tod als einer der mächtigsten Männern der USA.


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Oklahoma 1921

Die Osage sind stinkreich, in einer Übergangszeit zwischen Wildem Westen und Moderne. Selbstverständlich passt das der weißen oberen Gesellschaft gar nicht. Also lassen sie die Indianer entmündigen, Begründung des Gerichts: „rassische Schwäche“, für „inkompetent“ erklärt und jedem wurde einen Vormund zuzuweisen, der ihnen nur wenige Tausend Dollar jährlich zukommen lassen durfte. Und dann häufen sich die Todesfälle. Teilweise Hinrichtungen (Kopfschuss), Vergiftung oder 'weniger' auffällige Morde.

Hoover schickt Tom White, ehemals Texas Rancher, um die Morde aufzuklären.


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Wer das noch immer nicht spannend genug findet um sich das Buch anzuschauen, hier noch ein Grund sich das Buch schnell zu holen:

Laut variety.com arbeiten Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio (beide: Wolf of Wallstreet) gemeinsam mit Drehbuchautor Eric Roth (Forrest Gump) an der Verfilmung.


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Das Buch hat einige Seite, was erst mal abschrecken könnte (mich zumindest), allerdings kann ich euch versichern, dass jede Seite interessant ist. Zudem ist die Erzählung mit vielen Bildern angereichert, was dem ganzen noch mehr Realität verleiht.
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Ein Stück Geschichte von dem die wenigsten wissen, obwohl daraus das allen bekannte FBI hervorgegangen ist. Gut recherchiert, spannend und fesselnd geschrieben. Absolute Empfehlung.

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Erscheinungsdatum: April 2017 | Verlag: btb | Preis: 18,99 [D] | ISBN: 978-3-442-75726-8  | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.