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17 April 2019

[Anzeige/Rezension] Selbstversorgung aus dem eigenen Anbau - Maren Bustorf-Hirsch
Der Titel ist recht selbsterklärend - Selbstversorgung mit Tipps und Tricks aus der Praxis.
 

Ich werde jetzt Balkongärtner! Ja mein Ernst. Aber mit nahezu keinem Wissen muss ich mir das natürlich in Form eines Buches holen.
 


Gibt es etwas schöneres als auf den Balkon zu gehen und sich ein paar frische Tomaten hoeln? Gut man könnte in den Garten wenn man einen hat, das ist noch schöner. Aber man muss die Kriche im Dorf lassen.

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Das Buch bietet alles was man als Einsteiger-Balkon-oder-Garten-Gärtner braucht. Besonders hilfreich finde ich die Tipps zu den einzelnen Pflanzen und Gewächsen. Das Buch ist jetzt schon voll mir Markierungen und Haftnotizen.
 

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Auch sehr hilfreich ist die Tabelle der kompatiblen Pflanzen, was darf nebeneinander sein.
Das ist nicht nur im Garten sondern auch im Kasten auf dem Balkon hilfreich.
 
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Ich bin mir jetzt schon sicher dass mich dieser Ratgeber viele Jahre begleiten wird. Man kann immer wieder darin blättern und neue Tipps oder Pflanzen entdecken.

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Sehr übersichtlich und auch für den Balkongärtner geeignet.

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Erscheinungsdatum: März 2019 | Verlag: bassermann | Preis: 9,99 [D] | ISBN: 978-3-8094-3688-1  | Seiten: 224 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




[Anzeige/Rezension] Der Verräter - Paul Beatty
Dickens, Vorort von Los Angeles. Ganzer Stolz der Schwarzen Community. Der in dieser Stadt wohnhafte Erzähler erfreut sich seines ruhigen Lebens mit Wassermelonen und Marihuana. Als sein Vater durch die Kugeln eines Polizisten stirbt wird die Weltanschauung des Erzählers in Frage gestellt und er entschließt sich zu einer drastischen Maßnahme.

Bei Goodreads bin ich über dieses Buch gestolpert und war dann auch noch ganz außer mir vor Freude als ich das Cover von Luchterhand gesehen habe. So eine Geschichte begleitet einen noch lange nachdem man das Buch geschlossen hat.




Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch und damit auch an mich. Wachrütteln soll es, schockieren. Nach ein paar Artikeln über den Auto und das Buch war ich mir sicher: das muss ich lesen!

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Lasst mich ehrlich sein, es scheiterte an mir. Denke ich zumindest. Ich bin nicht rein gekommen in die Geschichte.

Was sind die möglichen Gründe?
Leider bzw. glücklicherweise kann ich mich absolut gar nicht mit den Personen identifizieren. Als 0815 weißes Kind in Mitteleuropa habe ich nie mit echter Armut, Gangs, Rassismus (mit gegenüber) oder dergleichen zu tun gehabt.
Mir fehlte die Vorstellungskraft für die Geschichte. An dieser Formulierung saß ich lange und bin noch immer nicht ganz zufrieden. Aber irgendwie ist genau das der Fall, ich konnte das Bild in meinem Kopf quasi nicht scharf stellen.

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Das Grundkonstrukt der Geschichte ist unglaublich interessant. Ein Sklave in der heutigen Zeit. Jemand der auch noch glücklich ist mit Rassentrennung und Peitsche. Unvorstellbar (wortwörtlich für mich).

Doch irgendwie habe ich mich in der Erzählung verloren und nicht mehr wieder gefunden. Bis zum Schluss bin ich wie ein Nicht-Schwimmer durch dieses Buch geschwommen und hab am Ende nur noch nach Luft schnappen können.
Auf jeden Fall ein Erlebnis, keins was ich so schnell wieder bräuchte.


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Keine Ahnung wie ich das Buch bewerten soll, es ist irgendwie gut, irgendwie verwirrend, irgendwie schwer lesbar.
Jedem Leser kann ich nur empfehlen die Leseprobe in Anspruch zu nehmen! Schaut ob ihr mit den ersten Seiten gut zurecht kommt (hätte ich machen sollen!).

Die Optik des Buches bekommt allerdings 100%! Wie toll sieht es bitte aus?

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Harter Tobak! Nicht für jeden Leser. Irgendwie zwischen genial und schwerlesbar!

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Erscheinungsdatum: Oktober 2018 | Verlag: luchterhand| Preis: 20,00 [D] | ISBN: 978-3-630-87575-0  | Seiten: 352 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




15 April 2019

[Anzeige/Rezension] Ich weiß, wo sie ist - S.B. Caves
Vor zehn Jahren verschwand ihre Tochter. Plötzlich wird Francine ein Zettel durch den Briefkasten geschoben: Ich weiß, wo sie ist. Ein schlechter Scherz? Oder gibt es doch noch Hoffnung?
 

Ja ich bin ein Mädchen und ein pinkes Cover zieht mich einfach magisch an. Dazu noch ein Klappentext der sich spannend anhört... da musste ich zuschlagen.
 



Ok mal wieder ein Thriller. Allerdings fehlt diesem hier doch ein bisschen der Thriller-Faktor, wenn ich es mal so betiteln darf. Das Buch ist wie ein Bilderbuch-Thriller aufgebaut, erst tappt man völlig im Dunkeln, gemeinsam mit der Person die am Ende natürlich alles herausfindet. Langsam findet man die Spur des ‚Killers/Verbrechers‘ und schwingt sich ins Abenteuer. Erst läuft es gut, dann Rückschlag, dann läuft‘s wieder gut, dann erneuter Rückschlag und am Ende ‚trommelwirblel‘ Auflösung (oder so was in der Art).


Das ist ja erst mal nicht falsch. Denn ohne Rückschläge macht ein Spannungs-Roman jeglicher Art auch keinen Spaß. ABER: ich will diese Rückschläge nicht kommen sehen.


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Tatsächlich habe ich bei dem Buch auch so meine Probleme mit den Charakteren gehabt:

Francine, die Mutter des verschwundenen Kindes, transformiert von 0 auf 100, von psychisch labile Alkoholikerin zu einer weiblichen Hitman-Mutation. Das war mit ‚too much‘. Nicht nur in der Story selbst, sondern auch bei den Charakteren wünsche ich mir einen roten Faden. Selbstverständlich dürfen sich Charaktere entwickeln, das ist sogar wichtig. Doch war mir Francines Entwicklung zu drastisch und überzogen. Gleiches gilt für die Tochter (mehr sage ich nicht, denn ich will niemanden spoilern).


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Gefühlt versuchte der Autor alles rein zu bringen was so bei Thrillern dieser Art ‚Standard‘ ist:

Die Cops wissen eh Bescheid, deshalb braucht man die gar nicht um Hilfe bitten. – Echt jetzt? Jeder? Polizei? FBI? Einfach alle?
Bekannte Showbiz-Größen sind mit von der Partie. – Tausend mal gelesen, nichts Neues.
Niemand glaubt ihr. – Natürlich nicht, sie war Jahrelang psychisch labil und ist zu Hellsehern gegangen. Ich hätte ihr auch nicht geglaubt.
Jahrelang Status Quo und plötzlich, an ein und demselben Tag passiert alles gleichzeitig? – Puhhhhh.
Die Babys. – Verstehe ich jetzt noch nicht so ganz.



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Wie ihr seht konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es hatte seine Momente, in denen ich gespannt gelesen habe. Aber alles in allem hat mir das Buch ‚zu viel versucht‘.

Thriller sind schon eine Weile nicht mehr mein Wahl-Genre, da ich mich ein wenig satt gelesen habe daran. Zwischen durch greife ich aber noch gerne nach einem. Da ich viele gelesen habe ist meine Erwartungshaltung recht hoch. Diese konnte ‚Ich weiß, wo sie ist‘ einfach nicht erfüllen.

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Nette Unterhaltung, aber meiner Meinung weit über die Ziellinie hinaus. Alles ein bisschen überzogen: Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen!

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Erscheinungsdatum: Dezmeber 2018 | Verlag: harper collins | Preis: € 11,99 [D] | ISBN: 978-3-95967-796-7  | Seiten: 352 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




02 April 2019

[Anzeige/Rezension] Zwischen uns ein ganzes Leben - Melanie Levensohn
Paris während des zweiten Weltkriegs - Wahington DC heute. Getrennt durch ein Jahrhundert. Drei Frauen, drei Schicksale, drei Leben. Die eine bereut ihr Leben, der anderen war es nicht vergönnt und die dritte ist noch auf der Suche danach.
 

Das Buch hat mich im Briefkasten überrascht. Ehrlicherweise hätte ich selbst sicher nicht danach gegriffen. Zwar kann ich mich für Geschichten zu Kriegszeiten begeistern, allerdings bin ich kein großer Fan von Frauen-Schicksals-Romanen die sich über ein ganzes Jahrhundert ziehen, da diese oft mit vielen Klischees daher kommen. Und was soll ich sagen, hier war das nichts anderes.





Es gibt Rezensionen die ein bisschen weh tun. Das hier ist so eine. Ich wollte das Buch wirklich 'mögen'... aber das ging leider nicht. Ich war neugierig und habe bei Goodreads ein bisschen nach anderen Rezensionen zu dem Buch geforscht. 

Mit meiner Meinung scheine ich noch recht alleine zu sein.

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Ich habe ein paar mal gelesen dass das Buch viel Tiefgang hätte. Dem kann ich mich leider überhaupt nicht anschließen. Dafür dass das Buch während dem Zweiten Weltkrieg spielt ist Friede Freude Eierkuchen. Ja der jungen jüdischen Judith (*hahhaha*) ist ein bisschen kalt und die hat Hunger. Jedes Mal kommt aber ihr steinreicher arischer Freund daher mit Essen und Wein.... seriously? Das ist eine seichte Liebesgeschichte, kein Roman mit Tiefgang.


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Beatrice habe ich auch gefressen. Sie hat a) null Selbstbewusstsein, was ich bei einer Pressemitarbeiterin einer großen Bank in DC nicht nachvollziehen kann und b) ist sie nicht besonders gut in dem was sie tut.  

Den zweiten Punkt muss ich vielleicht erklären
Ja ihr Chef ist ein Arsch, verbockt hat sie es trotzdem selbst in der Arbeit. 

Dann steckt sie ihre Energie in die Suche nach der verschollenen Judith, die vermutlich den Krieg überlebt hat, und muss von jemand anderen darauf hingewiesen werden dass es möglich wäre dass Judith nicht mehr ihren Mädchennamen hat... 'Daran hätte sie gar nicht gedacht.' (irgenwo um S. 176)... Ehrlich?
 
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Das Buch war gut geschrieben und wenn ich mal im Flow war bin ich gut vorangekommen. Allerdings konnte ich mich für die Geschichte nicht begeistern und für die Protagonisten nicht erwärmen. Sehr schade.
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Nicht mein Fall. Weder für die Charaktere noch für die Geschichte konnte ich mich erwärmen.

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Erscheinungsdatum: August 2018 | Verlag: sfischer | Preis: 16,99 [D] | ISBN: 978-3-596-70271-8  | Seiten: 416 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




22 März 2019

[Anzeige/Rezension] They Called me Wyatt - Natascha Tynes
Siwar is murdered. But for some reason, her soul survives the attack and she finds refugee in a three year old boy. Over twenty years later, her consciousness is almost gone and Wyatt, by now a young man, is working on his degree in Middle Eastern studies. He hears about the death of a young Jordanian student named Siwar, which happened years ago, and feels a strange connection to her case. He heads to Jordan, to talk to friends and family of hers, to find out the truth about her death.
 

I received a advanced complimentary copy of this book from the publisher through NetGalley. Opinions expressed in this review are completely my own.

Honestly I don't like the Cover. But something triggered me and I checked out the description. And what can I say. I was hooked. Partly because I visited Jordan a couple of years ago and fell in love with this country and culture. Also I really liked the idea of the book.




Let’s be honest, there is a weird thing about a grownup in a toddlers body. The author did a splendid job, still it was I bit weird for me. At least the first couple of chapters.

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Siwar is a very likable person. I really enjoyed the jumps to the past and Siwar telling the reader about her childhood and teens in Amman, Jordan. I’ve been to Jordan (sadly not Amman, I only got to see the airport of Amman) and really loved this country. It has a certain flair which is hard to explain. (Find out more on this German article on my blog).

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The author captured Siwar great, I had a clear picture of her in my head and I was cheering for her all along. The story starts with her murder and the only thing I was thinking on those first pages was: Why? And Who?
Well, you have to read, to find out.


The story had me hooked within one chapter. I immediately liked the characters and the way the story was told. Also I find the idea to be quiet unique.

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Between the lines of the story, the book focuses on racial clichés and the question of ‘belonging’. Siwar has a hard time adapting to her live in the US and has to overcome some of the clichés which are stuck in her head about Americans. I really enjoyed these parts of the book, because it brought me a lot closer to Siwar. As a ‘boring’ Caucasian Female, I (luckily) never experienced any racial related rejection or discrimination, therefore I was enjoying to read more about Siwars experiences.

Don’t mistake it for a crime story. It’s not. Not really at least. Yes the murder of Siwar is what the story is built on, but the book didn’t feel like a crime-story to me. There is a twist coming up but not as in those thriller-books where you get all like wohaaaaaaaaa wtf. It felt more like deserved closure!


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A very entertaining read! I loved the Arabic flair and the unique story. I’ll miss Siwar and Wyatt.

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Erscheinungsdatum: Juni 2019 | Verlag: rare bird books | Preis: 14,99 [D] (bei Amazon als Taschenbuch hier) | ISBN: 978-1-94785-675-2  | Seiten: 280 Seiten | Sprache: Englisch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.