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18 Dezember 2020

[Presseexemplar] Das Jahr ohne Worte - Syd Atlas
Syd ist wieder single, mit einem kleinen Sohn, als sie Theo kennenlernt. So muss wahre Liebe sein denken beide. Sie bekommen ein Kind. Theo kommt mit seinem Stiefsohn Henry sehr gut aus. Das Leben scheint perfekt. Dann kommt die Diagnose. Theo hat ALS. 

Der Verlag bot mir ein Presseexemplar des Buch an und ich wollte im ersten Moment nein sagen als ich das Cover sah. Das ist ganz sicher nichts für mich. Nicht dass ich nur Bücher mit tollem Cover lese. Aber mein erster Eindruck war nun mal 'hmmm nö'. Aber dann habe ich gelesen worum es in dem Buch geht.


Syd schreibt über einen Abschnitt aus ihrem eigenen Leben. Das alleine gibt dem Buch schon eine Dramatik die ein Fiktionaler Roman nie erreichen kann, einfach weil die Geschichte wahr ist. Syd ist eine Person aus Fleisch und Blut. Könnte deine oder meine Nachbarin sein.

Und die Autorin ist hauptberuflich als Kommunikations-Trainerin unterwegs in allen Teilen der Welt. Sie gibt Workshops für Firmen. Diese Begabung Menschen sprachlich 'abzuholen' und mitzureißen bemerkt man auch im Buch.

Syd's Art zu schreiben ist 'nah' - ich hatte das Gefühl ihr bei einem Glas Wein gegenüber zu sitzen und ihrer Geschichte zu lauschen. Das Buch liest sich also sehr flüssig.

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Zu dem mitreißenden Schreibstil kommt einen ebenso mitreißende Geschichte. Die Autorin deutet immer an, da kommt noch was. Und damit ist nicht die ALS-Diagnose gemeint. Auch wenn man weiß was kommt folgt man doch gespannt.

Zur Geschichte schreibe ich nicht mehr, da ich nichts vorweg nehmen will. 

Was ich aber sagen kann: Ich war so wütend. Ich war so traurig. Ich habe so mit Syd mitgefühlt. Wie hält man das aus? Wie steht man das durch. 

Selbstverständlich ist das Buch aus ihrer Sicht geschrieben. Es ist ihre Geschichte. Natürlich gibt es andere Seiten. Theos Version. Henrys Version. Sams Version. Die Versionen der Pflegekräfte. 
Aber das hier ist Syds Buch. Ich habe mich in sie hineinversetzt und überlegt wie es mir gehen würde an ihrer Stelle (in Theo möchte ich mich für mein geistiges Wohlbefinden gar nicht hinein versetzen). 

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Emotional und wundervoll. So gute und traurige Geschichten schreibt das echte Leben.

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Erscheinungsdatum: Sep 2020 | Verlag: wunderlich Preis: € 20,00 [D] | ISBN: 978-3-8052-0071-4 | Seiten: 256 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



10 Dezember 2020

[Presseexemplar] Stella - Takis Würger
Der 23 jähriges Friedrich ist Schweizer und beschließt 1942 nach Berlin zu reisen. Er möchte sich diese starken Deutschen aus der Nähe ansehen. Dort begegnet ihm Kristin und die beiden beginnen eine Liebesbeziehung. Bis sie ihm eines Tages gesteht dass sie eigentlich Stella heißt und Jüdin ist. 

Zuerst hat mich einfach der Klappentext angesprochen und die Tatsache das es besagte Stella wirklich gab. Dann habe ich erfahren das dieses Buch eine ziemlich intensive Diskussion hervor gerufen hat. Ich möchte im Folgenden erklären wie ich dazu stehe.


Ich möchte mit dem 'besten' Teil des Buches beginnen, der Schreibstil. Ich liebe einen solchen rasanten und kompakten Stil. Zum einen liest sich das Buch aus dem Grund sehr schnell und zu anderen unterstützt es die Art der Geschichte. 

Der Schreibstil ist also der große Pluspunkt des Buches für mich.

Auch der Gedanke hinter der Geschichte ist sehr interessant. Stella fand ich sehr spannend vom ersten Moment an. Das ihre Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert macht das Ganze besonders erschreckend.

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Hier kommen wir aber zu dem Problem mit dem Buch. Die beiden Protagonisten!

Beginnen wir mit Friedrich. Allein die Vorstellung 1942 nach Berlin zu reisen 'um sich das Ganze mal anzuschauen' als wäre der zweite Weltkrieg eine Theatervorstellung. Ich kann mir tatsächlich vorstellen das es so 'blauäugige' reiche Jünglinge gab die das Ganze nicht greifen konnten. Doch als Leser war ich entsetzt über die Belanglosigkeit die der Krieg für ihn zu haben scheint.

Doch mit Friedrich hätte ich leben können. Denn er ist fiktiv. Und in der Beziehung müssen Autoren freie Hand haben. Das ist der tiefste Kern der Literatur. Schriftstellerische Freiheit.
ABER das gilt nicht für Stella. Stella ist eine reale Person und wenn man sich mit ihr nach dem Lesen des Buches befasst zu sympathisch dargestellt. 

Nun auch hier kann man anbringen dass ich persönlich Stella nicht kenne und mir daher kein Urteil erlauben könne wie sie richtig oder falsch dargestellt ist. Korrekt.
Doch verstehe ich die Kritiker die sagen: So sollte man nicht über den Krieg schreiben.

Stella, die echte, war antisemitisch, sie hätte wenn sie könnte ihre jüdischen Wurzeln sofort gegen arische ausgetauscht und hat auch nach dem fehlenden Druckmittel mit den Nazis zusammen gearbeitet. 

Ich hätte das Buch gut gefunden, wenn Stella als die dargestellt worden wäre die sie war. Wenn das Buch ihren 'Verrat' kritisch betrachtet hätte.

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Toll geschrieben, doch für mich zu weit von der wahren Person entfernt.

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Erscheinungsdatum: Okt 2020 | Verlag: goldmann Preis: € 12,00 [D] | ISBN: 978-3-442-48881-0 | Seiten: 240 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



[Presseexemplar] Unsere Körper sind euer Schlachtfeld - Christina Lamb
Wie ist das wohl Trostfrau für die Japaner im zweiten Weltkrieg gewesen zu sein? Geschichten von Jesidinnen die als Sex-Sklavinnen der IS-Kämpfer verkauft wurden wie Vieh. Diese Frauen berichten Journalistin Christina Lamb über die schlimmsten Dinge die Menschen einander antuen können. 

Ich möchte gleich zu Beginn der Rezension sagen dass ich dieses Buch eigentlich nicht bewerten kann, zumindest nicht so wie andere Bücher. Dafür sind diese Zeilen viel zu wichtig.


Ehrlich ich weiß nicht wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen hab dass mich emotional wirklich so mitgenommen hat.

Es ist nicht allzu lange her das ich das Buch über den 11. September gelesen habe, und schon das war sehr auffüllen. Doch dieses Buch hier das trifft einen ganz anderen Nerv. Noch tiefer, noch grausamer. Man muss weder Mutter noch Frau sein um mit zu fühlen, doch wenn man beides ist ist es gleich noch mal eine andere Erfahrung.

Das Buch ist im Penguin Verlag vor kurzem erschienen. Es ist definitiv keine leichte oder angenehme Lektüre. Doch umso wichtiger macht genau diese Unbequemheit das Buch. Die Geschichten dieser Frauen gerade in Vergessenheit, weil sie nicht wichtig genug für die Geschichtsbücher sind. Mit dem Buch können wir einen Teil dazu beitragen dass sie Gehör finden..

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Mir fehlen die Worte. Eigentlich bin ich Optimist. Ich sehe gerne das Schöne in der Welt. Aber ehrlich bei den Zeilen komme sogar ich ins Schwanken. Diese grausamen Geschichten sind wahr. Sie passieren echten Personen. Frauen wir dir und mir. So viele Geschichten davon lassen mir das Herz bluten.
Genau das ist der Grund warum ich dieses Buch so aufmerksam lese. Ich habe das Gefühl diesen Frauen zuzuhören ist ein großer Teil dessen was wir als einfache Menschen tun können.

Sicherlich gibt es viele mehr was machen tun kann. Alleine die eigene Einstellung gegenüber Flüchtlingen aus diesen Regionen. Petitionen können unterschrieben werden.
Aber nichts ist so wichtig wie zuzuhören. Egal wie grausam diese Erlebnisse sind. Je mehr sie gehört bzw. gelesen werden desto mehr schaffen wir das Bewusstsein darüber was in anderen Ecken der Welt passiert.

Lasst uns nicht wegschauen und weghören, nur weil wir hier keine hübsch verpackte Geschichte mit Happy End bekommen.

Wie der Klappentext sagt: Damit wir endlich hinsehen!

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Jahreshighlight. Das Buch sollte jeder lesen. Ein hartes Thema aber umso wichtiger ist es diesem Buch und seinen 'Protagonisten' Gehör zu schenken!

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Erscheinungsdatum: Sep 2020 | Verlag: penguin verlag Preis: € 24,00 [D] | ISBN: 978-3-328-60072-5 | Seiten: 448 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



02 Dezember 2020

[Presseexemplar] Der Mann der nicht verlieren kann - Rick Reilly
Wenn man Donald Trump verstehen möchte muss man mit ihm Golf spielen. So der Ansatz des Autors dieses Buches. Warum wieso weshalb - einmal Trump für Anfänger. 

Ich bin auf der Instagram Seite des Verlags auf das Buch aufmerksam geworden. Denn die Leseprobe hat mich von der ersten Seite an begeistert. Als ich eine Mail bekam ob das Buch interessant für mich wäre habe ich sofort zugestimmt.




Kennt ihr Trump? Also schon klar das ihr wisst wer das ist. Aber wisst ihr mehr als gerade in den Medien ist von ihm? 

Der Enkel eines Puffbesitzers ist der schlechteste Verlierer den man sich vorstellen kann. Und das ist nicht nur auf die Wahlen 2020 bezogen. Er verliert grundsätzlich nicht gerne. Der Autor Rick Reilly kennt Trump persönlich. Hat sogar schon mit ihm gegolft. Er versucht mit unterhaltsamen Anekdoten in Bezug auf Golf Trumps kindische Art zu erklären. 

Reilly ist kann Fan vom Noch-Präsidenten der USA, das wird sehr deutlich in dem Buch. Und lasst euch auf keinen Fall von dem 'Golf' auf dem Cover abschrecken. Ihr müsst nicht Golfer sein um das Buch zu genießen. Ich weiß null komma nix über diese Sportart und habe das Buch nur so weggesuchtet! 

Schnuppert auf jeden Fall in die Leseprobe rein, mich hat das Buch auf den ersten Zeilen bereits begeistert.

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Das Buch ist einfach der Hammer. Ich habe so oft geschmunzelt. Teilweise wirklich witzig, aber auch so was von erschreckend das dieser Mann am 'roten Knopf' sitzt. 

Auf dieses paar Seiten bekommt man alles von Entertainment über Information und schlicht witzige Anekdoten!

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Ungemein lesenswert. Unterhaltsam und informativ (und nein, man muss keine Ahnung von Golf haben)!

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Erscheinungsdatum: Sep 2020 | Verlag: blessing Preis: € 14,99 [D] |ISBN: 978-3-455-00959-0
 | Seiten: 288 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



11 November 2020

[Anzeige/Rezension] Ein unmögliches Leben - Dame Stephanie Shirley
Als halb-jüdisches Flüchtlingskind gelangt Stephanie Shirley vor vielen Jahren nach England. Ihre Pflegeeltern sind gut zu ihr und ihrer Schwester und ermöglichen ihr ein Leben in Sicherheit. Sie ist mathematisch begabt und arbeitet sich bis zu ihrem eigenen Unternehmen durch. Doch damit ist noch nicht annähernd die Essenz des Lebens dieser faszinierenden Frau umrissen. 

Sie gehört zu den 100 einflussreichsten Frauen Englands. Dennoch ist sie mir gänzlich unbekannt. Doch eine Frau die in den wilden 60igern ein IT-Unternehmen aufbaut muss etwas Spannendes zu erzählen haben.



Der Hauptteil des Buches befasst sich mit Mrs Shirleys Unternehmen. Denn dort liegt quasi ihre Basis. Von einem Wohnzimmer-Unternehmen das schon fast auf Almosen angewiesen ist entwickelt sich das von ihr gegründete Unternehmen langsam richtig Erfolgsgeschichte. 

Das liegt nicht zuletzt an ihrem unvergleichlichen Konzept. Von Frauen für Frauen. Nahezu alle ihre Mitarbeiter sind weiblich. Frauen die über die notwendige Ausbildung verfügen in einem Softwareunternehmen als beispielsweise Programmierer zu arbeiten, doch aufgrund von Kindern nicht mehr in der Lage sind das vor Ort auf Vollzeit zu betreiben.

Das Konzept von Mrs Shirleys Firma ist simpel: Home Office und Teilzeit sowie auf Selbstständigen Basis. Modern eben. Und das in den 60igern.

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Der Berufliche Erfolg ist bald unübersehbar. Doch privat trifft es sie hart: Ihr Sohn wird mit schwerem Autismus diagnostiziert. Seine Betreuung wird zu einer Herkules-Aufgabe und bald nicht mehr stemmbar für das Ehepaar Shirley.
 
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Offen und ehrlich berichtet Dame Stephanie Shriley von Selbstmordgedanken, Nervenzusammenbruch, Selbstzweifel und schweren Zeiten. 

Sie wird noch einen weiten Weg gehen, bis sie nicht nur reich, sondern auch verwaiste Mutter sein wird. Bis sie immense Summen in die Forschung und Förderung autistischer Kinder stecken wird. 

Der Leser dieser Biografie begleitet sie von Kindesbeinen bis zur fast-85. Faszinierend und sehr inspirierend, besonders in den späten Kapiteln.

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Eine sehr inspirierende Lebensgeschichte einer Frau, die Feminismus und Nächstenliebe vorlebt wie wenige andere. Großartiges Buch!

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Erscheinungsdatum: Okt 2020 | Verlag: goldmann Preis: € 12,00 [D] |ISBN: 978-3-442-14254-5 | Seiten: 496 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



01 November 2020

[Anzeige/Rezension] Und auf einmal diese Stille - Die Oral History des 11. September - Garrett M. Graff
Kaum ein Datum ist so 'bekannt' wie 9/11 - Jeder der im Jahre 2001 alt genug war um es zu verstehen wird sich an den Tag erinnern. Dieses Buch erzählt NICHT die Geschichte und die Gründe von 9/11, dieses Buch erzählt von den Menschen die den Tag hautnah erlebten. 

Aus rund 500 Interviews stellte der Autor ein Buch zusammen, das jeden zu Wort kommen lässt. Von Angehörigen, über Überlebende, Feuerwehrleute, FBI, Sicherheitspersonal der Türme, Lehrerinnen und vielen mehr. Sogar hohe Regierungsmitglieder wie beispielsweise Ex-Präsident Obama berichten.



Mehr als einmal habe ich Tränen in den Augen beim Lesen! Die letzten Worte der Eingeschlossenen in den Türmen, oberhalb des Einschlags. Die Sprachnachrichten der Passagiere der entführen Flugzeuge...

Das hier ist nicht einfach ein Roman. Das sind wahre Geschichten. Echte Menschen. Echte Tode. 

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Der Autor geht chronologisch vor. Entsetzt verfolgt man erneut den Tag, von Anfang bis Ende. Man trifft einige Menschen immer wieder und verfolgt plötzlich das Schicksal eines Ehepaars: eine Hochschwangere Frau zu Hause vor dem Fernseher, der Mann auf Höhe des Einschlags. 
 
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Es ist lange her dass ich ein Buch so wenig aus der Hand legen konnte. Ich habe die Seiten regelrecht inhaliert. 
Ich habe meinem Freund immer wieder daraus vorgelesen, ganze Kapitel. Typisch Mann, er fand die Militär-Kapitel besonders interessant. Auch er war völlig gefesselt von den Schilderungen der Augenzeugen.

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Ganz ganz (riesen große) Leseempfehlung. Emotional und so wichtig. Dieser Tag darf nicht vergessen werden!

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Erscheinungsdatum: Aug 2020 | Verlag: suhrkamp nova Preis: € 20,00 [D] |ISBN: 978-3-518-47090-9 | Seiten: 537 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



30 Mai 2020

[Anzeige/Rezension] Unorthodox - Deborah Feldman
In der chassidischen Satmar-Gemeinde ist Freiheit nur ein verbotener Gedanke. Regeln und Religion bestimmen jeden Aspekt ihres Lebens. Deborah Feldman erzählt berührend ihre Flucht aus einem Leben ohne Perspektive. 

Kommt man an dieser Geschichte gerade vorbei? Nein. Und das ist gut so!



Eigentlich will ich gar nicht mehr schreiben als: LEST DIESES BUCH! 

Ehrlich, ich weiß gar nicht wie ich über diese Geschichte sprechen soll. Sie hat mich sehr berührt und wird meine Gedanken noch lange begleiten.


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Worum geht es in dem Buch?

Achtung, das ist ganz wichtig: BUCH und NETFLIX sind zwei UNTERSCHIEDLICHE Geschichten.

Mir war das nicht klar. Daher wollte ich unbedingt erst das Buch lesen, bevor wir die Netflix Serie geschaut haben. Es gibt viele sehr ähnliche Faktoren und einzelne Kapitel stimmen nahezu überein. Doch das Buch erzählt viel detaillierter die Kindheit von Frau Feldmann. Die Netflix Serie hingegen fängt da an, wo das Buch aufhört (alterstechnisch) mit einigen Rückblicken.

Denoch würde ich erst das Buch lesen und dann die Serie schauen.


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Immer wieder dachte ich: Das ist wirklich passiert. Diese Gemeinde gibt es wirklich.

Unfassbar für mich und erschreckend. Mein Hirn kann nicht verarbeiten wieso Menschen sich und ihre Lieben so einschränken wollen. Kann wirklich Religion so etwas fordern? Welcher Gott verlangt von seinen Gläubigen das Frauen so degradiert behandelt werden? 

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Die lesenswerteste Biografie die ich je in Händen gehalten habe!

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Erscheinungsdatum: Feb 2020 | Verlag: btbPreis: € 11,00 [D] |ISBN: 978-3-442-77020-5 | Seiten: 400 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.



23 April 2019

[Anzeige/Rezension] Bus 57 - Dashka Slater
Am 4. November 2013 im Bus 57 zündet der 16-jährige Richard den Rock des Teenagers Sascha an, welcher innerhalb von Sekunden lichterloh in Flammen aufgeht. Eine wahre Geschichte.
 

Diese drei Wörter die einem einen Schauer über den Rücken jagen: Eine wahre Geschichte. Diese drei Wörter ziehen mich jedes Mal wieder magisch an. Das Buch habe ich in einem Newsletter des Verlags entdeckt und war sofort begeistert. 




Die Journalistin die den Artikel zu dem (Un-)Fall in der New York Times geschrieben hatte, beschloss ein ganzes Buch darüber zu schreiben, da ein ‚kurzer‘ Artikel nicht reicht.

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Auf gewisse Weise besteht das Buch auch zusammen getragenen Informationen in Roman-Form. Es wechselt zwischen ‚Roman‘-Erzählung, Konversationen via SMS/WhatsApp, Erzählungen von Zeugen aber auch Freunden. Damit gewinnt das Buch einen wunderbaren Lesefluss. Ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen.

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Da hier ein wahrer Fall beleuchtet wird zeigt die Autorin beide Seiten auf, Opfer, als auch Täter. Die Welt ist eben nicht schwarz weiß. An vielen Stellen spürt man die unglaubliche Nächstenliebe, die BEIDE Parteien einander entgegen bringen, trotz des Vorfalls.


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Afro-amerikanische Jugendliche werden statistisch gesehen wesentlich härter bestraft, das ist ein klares Fazit das ich aus dem Buch ziehe. Und ich habe viel zum Thema ‚Queer‘ gelernt, nicht-binäre-Geschlechts-Definition. Themen die noch heute viel zu kurz kommen.

Ich kann mir vorstellen das sich dieses Buch unglaublich gut als Schullektüre eignet! Es gibt viel darüber zu besprechen und gerade junge Leute können Ansätze finden wie sich Vorfälle wie diese verhindern lassen. Denn es ist ihre Generation, nicht unsere.
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Leseempfehlung, besonders für Jugendliche! Wichtiges Thema, nicht nur in den USA!

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Erscheinungsdatum: März 2019 | Verlag: loewe verlag | Preis: 18,95 [D] | ISBN: 978-3-7432-0363-1  | Seiten: 400 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.