misshappyreading: canada
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14 März 2018

[Rezension] Wie Wölfe im Winter - Tyrell Johnson
Der Krieg hat die Erde zerfressen. Lynn lebt mit dem was von ihrer Familie noch übrig ist abgeschottet im Yukon. Als ein Fremder auftaucht möchte Lynn so viel wie möglich von ihm erfahren. Was gibt es noch in der Welt da draußen? Wie viel ist noch übrig von der Menschheit? Und vor allem: Was ist überhaupt genau passiert das zu dieser Apokalypse geführt hat? Als Lynn ihren selbstgebauten Hütten den Rücken kehrt stürzt sie sich in eine Welt auf die sie nicht vorbereitet ist.

Die Inhaltsangabe des Buches hat mich sofort gepackt. Die Geschichte erinnerte mich ein bisschen an ‚Die fünfte Welle‘ ein Buch (Reihe) das ich verschlungen habe.




In fast jedem Kapitel beginnt die Erzählung mit einer Rückblende. Vor dem Krieg. Zu Beginn des Krieges. Währenddessen. Langsam führt einen der Autor durch Lynns Leben bis in den Yukon. Das Erschreckende ist: es ist plausibel. Das kann passieren. Das wird passieren wenn wir (die Menschheit) so weiter machen wie bisher.

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Lynn muss jagen um Essen zu haben. Die Familie musste sich selbst Hütten bauen, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie müssen sich gegen ein unerbittliche Natur behaupten. Als Jax auftaucht ist der Leser genauso interessiert wie Lynn etwas von der Welt ‚da draußen‘ zu erfahren. Wir wissen dass die Großstädte nahezu ausgerottet wurden. Wir wissen das es staatliche Organisationen gab die ‚nicht ganz koscher waren‘. Doch wie sieht es nach all den Jahren aus. Abgeschottet und ohne jegliche Verbindung zur Außenwelt lebten die fünf völlig autark


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Auf jeder Seite habe ich die kalte Luft gespürt. Ich habe die Schneemassen vor mir gesehen durch die sie gewandert sind. Der Autor versteht es auf ruhige Art eine Spannung zu erzeugen. Der Showdown ist brutal und mitreißend. 

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Auch wenn ich noch nichts dergleichen gelesen habe, kann ich mir vorstellen dass es eine Fortsetzung geben könnte.

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Dystopien sind oft interessant. Einfach weil sie einen überlegen lassen wie man wohl selbst in der ‚Apokalypse‘ klar kommen würde. Soweit ich das einschätzen kann steht uns das noch nicht direkt bevor, aber wir laufen ohne Frage auf eine ‚andere Welt‘ zu – eine in der wir entweder der Natur vollkommen den Gar ausmachen (am Ende werden wir dafür die Rechnung bekommen) oder eine in der die Natur sich wieder zurück holt was ihr gehört (Selbstausrottung quasi).
  • Die Weltbevölkerung wächst jährlich um ca. 83 Millionen Menschen (Quelle statista)
  • Ein unglaublich interessanter Artikel über ‚unser Leben‘ in 100 Jahren klick
  • Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für unsern Planeten! (Hawking hat Recht. Trump ist ein Idiot es nicht zu glauben. PUNKT. END OF DISCUSSION!) (Quelle klick)
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Welche Frage liegt mir nach der letzten Seite auf der Seele:
Wie lange würde ich überleben?

Bei mir würde das von den Menschen abhängig sein die mir begegnen. Ich bin ein unglaublich empathischer Mensch. Mit ein Grund warum ich Vegetarier bin. Ich fühle mit nahezu jedem mit. Das macht einen teilweise ein wenig naiv. Daher sehe ich bei mir nicht die größten Überlebenschancen. Natürlich ist das nur eine Vermutung. Wenn der Untergang der Menschheit bevor steht stehe ich vielleicht auf mit einem drahtumwickelten Baseballschläger da.

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Eine Dystopie mit tollen Setting. Eindrucksvoll und unterhaltsam erzählt. Wer Dystopien mag liegt mit den Wölfen im Winter goldrichtig! (Achtung, keine Lovestory erwarten.)

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Erscheinungsdatum: Januar 2018 | Verlag: harpercollins | Preis: € 12,99 [D] | ISBN: 978-3-959-67132-3  | Seiten: 304 Seiten | Sprache: Deutsch

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.




04 Februar 2018

[Sonntags-Sehnsucht] Ost Kanada
Ost-Kanada – Metropolen Hopping mit ein bisschen Natur. Im September 2017 war ich gemeinsam mit einer Freundin in Kanada unterwegs. Wir wollten viel sehen aber trotzdem entspannen, zudem gab es ein unschlagbares Angebot.

Toronto – Gananoque – Ottawa – Quebec City – Montreal – Toronto


Toronto hat es uns gleich angetan. Die Stadt hat mich sehr an New York erinnert. Auch wenn ich nur wenige Tage dort war, kann ich mit Sicherheit sagen, das ist eine Großstadt in der ich leben könnte. Eine ziemlich coole Mischung aus Modern aber charmant, viel Grün und direkt am (riesigen) Lake Ontario. Teuer ist es allerdings – kein Wunder.


Von Toronto aus sind wir an die Niagara Fälle gefahren. Definitiv etwas das man auf der Must-See-Liste haben sollte. Eine kurze Erklärung am Rande. Die Niagara Fälle sind direkt an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Der bekannte und deutlich größere Teil der Fälle liegt auf Kanadischem Boden. Die USA haben nur einen kleinen Teil davon, diesen können sie auch nur mit einem Steg bewundern (für eine Brücke hat es nicht gereicht, da ist dann schon wieder Kanada).

Die Niagara Fälle sind wirklich wahnsinnig beeindruckend. Und sie verschwinden! Jedes Jahr um ein paar Zentimeter. Unsere Generation hat noch die Chance sich das Naturwunder anzuschauen – in einigen Jahren wird es nur noch halb so beeindruckend sein.

Das Schiff haben wir uns übrigens gespart. Wir haben die Fälle nur von „oben“ bewundert.


Der nächste Stopp waren die „Thousand Islands“ – ein wirklich magischer Ort. Laut Indiana Legende lebt dort Manitu. Auch die Thousand Islands liegen im Grenzgebiet zu den USA, teilweise gehören die Inseln also zu den USA und teilweise zu Kanada. Es gibt dort auch die kleinste internationale Brücke, von einem Inselchen in Kanadischen Gewässern führt eine Minibrücke zum noch kleineren Inselchen in Amerikanischen Gewässern. Im Sommer sind die Thousand Islands voll mit Urlaubern. Wer möchte nicht ein paar Tage auf einer eigenen Insel mit einem guten Buch verbringen?

Die Nacht haben wir in der Kleinstadt Gananoque verbracht, wo ich einen sehr süßen Buchladen (Beggars Banquet Books) entdeckt habe. Das Buch welches ich mir dort gekauft habe war übrigens unglaublich schön.


Ottawa hat mich nicht umgehauen. Eine Studentenstadt mit ein paar wirklich schönen Gebäuden. Aber mit den anderen Städten der Tour konnte die Hauptstadt nicht mithalten. Aber das Wetter war schön und wir haben unser Bier in der Sonne genießen können.

Apropos Bier! Die Kanadier lieben ihr Bier. Überall gibt es Micro-Brauereien. Jedes Dörfchen hat gefühlt eine Brauerei uns präsentiert eine eigene Mischung. Teilweise ein echter Reinfall, teilweise wirklich gut. Die Namen der Biere waren oft unglaublich genial. Ich bin eigentlich kein Biertrinker, aber ich musste dort einfach immer probieren – schließlich gehört Bier zur Kultur der Kanadier und wir waren ja dort um Kanada zu erleben.

Quebec City hat uns im Vergleich zu Ottawa dann wirklich begeistert. Die Stadt ist ein riesiges französisches Dorf. In Quebec spricht man auch französisch in erster Linie.

Auf dem Weg in die Stadt waren wir bei einer Ahorn-Hütte. Es gab Pancakes mit Ahornsirup und uns wurde die Herstellung der süßen Erfüllung erklärt.

In Quebec haben wir auch das erste mal Poutine gekostet. Eine kanadische Spezialität: Pommes mit Bratensoße und mit Käse überbacken. Hört sich nicht besonders schmackhaft an. Probiert haben wir trotzdem – und tatsächlich ist das gar nicht so schlecht.

Abends sind wir in die Bar Straße gegangen (Grande Alleé), dort gibt es unzählige Bars. Gestartet haben wir in der Brasserie Inox mit einem dort gebrauten Bier mit Himbeer-Geschmak. Am Ende sind wir in einer gelandet in der Live Musik lief. Die Band war richtig gut!


Montreal ist Toronto sehr ähnlich. Eine urbane Großstadt. Was mir von Montreal hauptsächlich in Erinnerung geblieben ist, ist die Streetart an jeder Ecke. Im Jahr 2017 wurde zudem 150 Jahre Kanada gefeiert.


Neun Tage Ostkanada – von Toronto aus sind wir wieder nach Hause geflogen. Abgesehen von den recht teuren Essens-Preisen ist mir Kanada sehr ans Herz gewachsen. Kanada ist absolut eine Reise wert. Die Westküste soll nochmal ganz anders sein und mit mehr Natur aufwarten.

Bücher die euch nach Kanada mitnehmen:

mehr mehr mehr mehr mehr mehr

Fernweh begleitet mich jeden Tag. Ich hoffe euch hat der kurze Ausflug nach Ost-Kanada gefallen.

Wart ihr schon dort oder würdet ihr gerne einmal hin?







22 Januar 2016

[Rezension] That Night - Chevy Stevens



Erscheinungsdatum: Juni 2015 | Verlag: argon | Preis: € 19,95 [D] | ISBN: 978-3-8398-1395-9 | Dauer: 7 Std 38 Min | Sprache: Deutsch (gelesen von Christiane Marx) | gehört bei: spotify

Fast mein halbes Leben hatte ich hinter Gittern verbacht, für ein Verbrechen, das ich nicht begangen hatte. Die Wut vergeht niemals.

16 Februar 2015

[Rezension] Etta and Otto and Russell and James - Emma Hooper (engl.)
Ein Buch das sich auch nach dem Lesen noch ein wenig an meine Gedanken krallt.

bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: 29.01.15
Verlag: Penguin UK
Preis: € 13,95 [D]
ISBN: 9780241185865
Seiten: 274

Sprache: Englisch










Inhalt:

Etta's greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the sea. And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water.
But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out?
Their neighbour Russell remembers too, but differently - and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto.
Rocking back and forth with the pull of the waves, Etta and Otto and Russell and James moves from the present of a too-quiet-for-too-long Canadian farm to a dusty past of hunger, war, passion and hope, from trying to remember to trying to forget as, from prairie to forest to mountain to sand, Etta walks.

06 Februar 2015

[Rezension] Anna im blutroten Kleid - Kendare Blake
Eine Rezension zu einem wirklich großartigen Buch zum Wochenende!


Erscheinungsdatum: 12.11.12 | Verlag: Heyne | Preis: € 8,99 [D] | ISBN: 978-3-453-31419-1 | Seiten: 384 | Sprache: Deutsch | HIER GIBTS DAS BUCH! (inkl Leseprobe)|  Hier geht's zu Webseite der Autorin.

 Die Fantasie hat ein schlechtes Gedächtnis.