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03 Mai 2018

Unterwegs im Land der aufgehenden Sonne
Zwei Wochen China. Ich war zum dritten Mal in diesem faszinierenden Land. China ist anders als man das vielleicht erwartet. Der Grund warum ich ‚öfter‘ in China bin ist mein Dad. Aufgrund seiner Arbeit lebt mein Dad Großteiles in China. Glücklicherweise findet seine Firma dass er immer wieder Besuch von seinem Töchterchen bekommen sollte und sponsert mir den Flug.



Auf dieser China Reise standen vier Städte auf dem Programm: Kunshan (wo mein Dad lebt), Xi’an, Peking und Shanghai.



Kunshan kennt quasi niemand. Und doch hat  die Stadt so viele Einwohner wie München. In Kunshan haben wir es ruhig angehen lassen. Meine Freundin (eine China Jungfrau), meine Mum (die uns einen Teil der Reise begleitet hat) und ich haben uns ein paar Highlights der Gegend angesehen. Darunter zum Beispiel Suzhou, eine Wasserstadt und Kunshans Gärten. Der große Vorteil von Kunshan ist das man seine Ruhe hat, man sieht das auch deutlich auf den Bildern. In den Gärten Kunshans sieht es aus als wären wir alleine unterwegs, das war in Shanghai oder Peking ein bisschen anders.


Von Kunshan aus sind wir nach Xi’an geflogen. Die Terrakotta Armee habe ich trotz mehrfacher China Besuche noch nicht gesehen gehabt und hab mich besonders darauf gefreut. Auch wenn das Wetter in Xi’an eher mäßig war, hat uns die Stadt sehr gut gefallen. Wir hatten ein unglaublich süßes Hotel und eine goldige Reiseleiterin auf unserem Tagesausflug. Die Terrakotta Armee ist faszinierend, allerdings konnte sich nicht ganz mit meinen Erwartungen mithalten. Irgendwie hatte ich mehr Flair erwartet. Dennoch etwas das ich auf der Bucketlist abhacken kann.




Oh mein geliebtes Peking. Diese Stadt ist einfach bombastisch. Die Hutongs, also die Altstadt wenn man so will, haben so einen grandiosen Flair. Kleine Gassen, tausend Essensstände und Restaurants, hier spielt sich das Leben ab. Pekings absolutes Highlight liegt allerdings einige Stunden außerhalb. Circa 2 Stunden fährt man zu ‚Großen Mauer‘ – und da wir im Land der aufgehenden Sonne waren wollten wir auch die aufgehende Sonne sehen. Unser Reiseleiter musste sich zwar semilegal darum kümmern, doch am Ende sind wir um 5 Uhr morgens die Stufen hochgeklettert und haben vollkommen alleine den Sonnenaufgang genossen. Die Bilder können nicht annähernd beschreiben wie dieses Once-in-a-lifetime-Gefühl war. Ich werde diesen Moment nie vergessen.




Meine chinesische Lieblingsstadt ist Shanghai. 30 Millionen Einwohner und trotzdem ist die Stadt unglaublich sauber und gepflegt. Das Beste an Shanghai ist die Nanjing Road, die Haupteinkaufsstraße. Wir waren die letzten Tage unseres Urlaubs in Shanghai und haben neben einer Hop on Hop off Tour auch einen Shoppingtag eingelegt. Das war das perfekte Ende für den actionreichen Urlaub.



Eine beliebte Frage ist: Was isst du dort? – So als Vegetarier muss man ja in China verhungern. Nope. Tatsächliche habe ich noch in keinem Land so gut gegessen wie in China (selbst im kleinsten Wohnzimmerrestaurant in Pekings Hutongs schmeckt es besser als sonst wo). Weder servieren sie einem Hund noch bis zu Unkenntlichkeit verkochte Hühnerfüße (Hühnerfüße erkennt man EINDEUTIG, die gibt es überall an Spießen). In China bestellt man kaum volle Gerichte sondern stückelt sich alles zusammen, so dass alle von allem probieren können. Es gibt Spargel, Brokkoli, Bohnen, Mais, Tofu, Kartoffeln, Karotten, Ei, Blumenkohl, Pilze … you name it. Drei Dinge sind wichtig:
  1. als Vegetarier sollte man einmal eine Erklärung auf Chinesisch parat haben (dann klappt es wunderbar)
  2. man sollte mit Stäbchen essen können
  3. Reis isst ein Chinese eher selten zum Essen, den muss man extra bestellen
Ich habe zwei Bücher gelesen als ich in China war. Denn das war kein Badeurlaub. Wir sind nicht herum gelegen und haben die Nase in einem Buch vergraben. Tatsächlich habe ich sogar ein Buch in China gelassen: The Power – das Buch habe ich auf Englisch gelesen und da ich eh nicht an dem Materiellen eines Buches hänge habe ich es mit einer kleinen Nachricht versehen und im Hotel gelassen.




Ich finde China ist ein sehr sehenswertes Land. Wer noch ein paar mehr Eindrücke möchte kann auf meinem Instagram Profil in den Highlights die komplette China Story anschauen.



04 Februar 2018

[Sonntags-Sehnsucht] Ost Kanada
Ost-Kanada – Metropolen Hopping mit ein bisschen Natur. Im September 2017 war ich gemeinsam mit einer Freundin in Kanada unterwegs. Wir wollten viel sehen aber trotzdem entspannen, zudem gab es ein unschlagbares Angebot.

Toronto – Gananoque – Ottawa – Quebec City – Montreal – Toronto


Toronto hat es uns gleich angetan. Die Stadt hat mich sehr an New York erinnert. Auch wenn ich nur wenige Tage dort war, kann ich mit Sicherheit sagen, das ist eine Großstadt in der ich leben könnte. Eine ziemlich coole Mischung aus Modern aber charmant, viel Grün und direkt am (riesigen) Lake Ontario. Teuer ist es allerdings – kein Wunder.


Von Toronto aus sind wir an die Niagara Fälle gefahren. Definitiv etwas das man auf der Must-See-Liste haben sollte. Eine kurze Erklärung am Rande. Die Niagara Fälle sind direkt an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Der bekannte und deutlich größere Teil der Fälle liegt auf Kanadischem Boden. Die USA haben nur einen kleinen Teil davon, diesen können sie auch nur mit einem Steg bewundern (für eine Brücke hat es nicht gereicht, da ist dann schon wieder Kanada).

Die Niagara Fälle sind wirklich wahnsinnig beeindruckend. Und sie verschwinden! Jedes Jahr um ein paar Zentimeter. Unsere Generation hat noch die Chance sich das Naturwunder anzuschauen – in einigen Jahren wird es nur noch halb so beeindruckend sein.

Das Schiff haben wir uns übrigens gespart. Wir haben die Fälle nur von „oben“ bewundert.


Der nächste Stopp waren die „Thousand Islands“ – ein wirklich magischer Ort. Laut Indiana Legende lebt dort Manitu. Auch die Thousand Islands liegen im Grenzgebiet zu den USA, teilweise gehören die Inseln also zu den USA und teilweise zu Kanada. Es gibt dort auch die kleinste internationale Brücke, von einem Inselchen in Kanadischen Gewässern führt eine Minibrücke zum noch kleineren Inselchen in Amerikanischen Gewässern. Im Sommer sind die Thousand Islands voll mit Urlaubern. Wer möchte nicht ein paar Tage auf einer eigenen Insel mit einem guten Buch verbringen?

Die Nacht haben wir in der Kleinstadt Gananoque verbracht, wo ich einen sehr süßen Buchladen (Beggars Banquet Books) entdeckt habe. Das Buch welches ich mir dort gekauft habe war übrigens unglaublich schön.


Ottawa hat mich nicht umgehauen. Eine Studentenstadt mit ein paar wirklich schönen Gebäuden. Aber mit den anderen Städten der Tour konnte die Hauptstadt nicht mithalten. Aber das Wetter war schön und wir haben unser Bier in der Sonne genießen können.

Apropos Bier! Die Kanadier lieben ihr Bier. Überall gibt es Micro-Brauereien. Jedes Dörfchen hat gefühlt eine Brauerei uns präsentiert eine eigene Mischung. Teilweise ein echter Reinfall, teilweise wirklich gut. Die Namen der Biere waren oft unglaublich genial. Ich bin eigentlich kein Biertrinker, aber ich musste dort einfach immer probieren – schließlich gehört Bier zur Kultur der Kanadier und wir waren ja dort um Kanada zu erleben.

Quebec City hat uns im Vergleich zu Ottawa dann wirklich begeistert. Die Stadt ist ein riesiges französisches Dorf. In Quebec spricht man auch französisch in erster Linie.

Auf dem Weg in die Stadt waren wir bei einer Ahorn-Hütte. Es gab Pancakes mit Ahornsirup und uns wurde die Herstellung der süßen Erfüllung erklärt.

In Quebec haben wir auch das erste mal Poutine gekostet. Eine kanadische Spezialität: Pommes mit Bratensoße und mit Käse überbacken. Hört sich nicht besonders schmackhaft an. Probiert haben wir trotzdem – und tatsächlich ist das gar nicht so schlecht.

Abends sind wir in die Bar Straße gegangen (Grande Alleé), dort gibt es unzählige Bars. Gestartet haben wir in der Brasserie Inox mit einem dort gebrauten Bier mit Himbeer-Geschmak. Am Ende sind wir in einer gelandet in der Live Musik lief. Die Band war richtig gut!


Montreal ist Toronto sehr ähnlich. Eine urbane Großstadt. Was mir von Montreal hauptsächlich in Erinnerung geblieben ist, ist die Streetart an jeder Ecke. Im Jahr 2017 wurde zudem 150 Jahre Kanada gefeiert.


Neun Tage Ostkanada – von Toronto aus sind wir wieder nach Hause geflogen. Abgesehen von den recht teuren Essens-Preisen ist mir Kanada sehr ans Herz gewachsen. Kanada ist absolut eine Reise wert. Die Westküste soll nochmal ganz anders sein und mit mehr Natur aufwarten.

Bücher die euch nach Kanada mitnehmen:

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Fernweh begleitet mich jeden Tag. Ich hoffe euch hat der kurze Ausflug nach Ost-Kanada gefallen.

Wart ihr schon dort oder würdet ihr gerne einmal hin?







07 Januar 2018

[Sonntags-Sehnsucht] Vereinigte Arabische Emirate
UAE – United Arab Emirates. Aufgrund meiner Arbeit war ich bereits mehrmals in den Emiraten. Sonnengarantie und Sand soweit das Auge reicht. Wo Verrücktheit und Extravaganz zu Hause sind!



Da ich von euch sehr häufig auf meine Reisen angesprochen werde, berichte ich ein bisschen von den Ländern die ich besucht habe. Wenn möglich auch mit passender Lektüre. Ich hoffe euch gefällt der Bericht. Falls ihr Fragen zu den Ländern habt immer her damit.

Die Vereinigten Arabischen Emirate bestehen aus 7 Emiraten. Die Städte dort sind schillernd und die modernsten der Welt. Die sogenannten Altstädte sind nicht mal 100 Jahre alt und noch in den 70iger Jahren war dort fast ausschließlich Wüste.

Ein kleiner Überblick der wichtigsten Emirate.

Abu Dhabi

Die Hauptstadt und gleichzeitig das mit Abstand größte Emirat. Bekannt ist Abu Dhabi für die Formel1 Strecke und eine wunderschöne Moschee. Abu Dhabi lohnt sich auch als Tagesausflugsziel von Dubai aus. Eine große Tiervielfalt gibt es in den Emiraten nicht (kein Wunder bei der Hitze), in Abu Dhabi gibt es allerdings eine Falken Klinik welche man besuchen kann, und eine Kamel-Rennbahn.

Sehenswert: Sheik-Zayeed-Moschee
Strandurlaub: ja
Städtetrip: nur in Kombination mit Strandurlaub
Nightlife: ja

Fujairah
Dieses Emirat ist eher ein Geheimtipp, es liegt am Golf von Oman und ist deshalb ein guter Anlaufpunkt für Taucher. Hier gibt es auch Berge zum Wandern.

Sehenswert: Unterwasserwelt
Strandurlaub: ja
Städtetrip: nein
Nightlife: nein

Dubai
Kabooooom! Dubai – was gibt es mehr zu sagen. Die Stadt besteht quasi aus Weltrekorden und Prunk. Hier gibt es tatsächlich nahezu alles – Flaniermeilen, Märkte, Restaurants zu jeder erdenklichen Küche, die berühmte Palm Jumeirah, eine Ski Halle, Freizeitparks und Hotels für jeden Geldbeutel.

Sehenswert: Dubai Marina
Strandurlaub: ja (wenn man sich nicht an der Skyline stört)
Städtetrip: ja
Nightlife: Party all night every day

Ras Al Khaimah
Das Urlaubs-Emirat. Der wichtigste Wirtschaftszeig ist hier der Tourismus. Es ist das „entspannteste“ Emirat mit der westlichsten Einstellung (hier kann man auch problemlos während des Ramadans Urlaub machen). Hier gibt es Berge als auch Wüste.

Sehenswert: Ausflug in die Berge
Strandurlaub: ja
Städtetrip: nein
Nightlife: nein

Die übrigen Emirate sind Umm al-Quwain, Sharjah und Ajman.


Ein Thema auf das mich immer wieder viele ansprechen: Wie muss ich mich dort anziehen?
Um gleich ein Vorurteil aus der Welt zu schaffen: Niemand muss die Haare bedecken und auch keine langen Shirts tragen. Man kann sich problemlos als Frau alleine durch die Städte bewegen.

Aus Höflichkeit würde ich tagsüber stets etwas anziehen das zumindest bis zum Knie geht und nichts Schulterfreies. Abends ändern sich die Regeln in Dubai – es heißt tatsächlich: Weniger ist mehr.

Ich habe in Dubais Clubs Damen gesehen die weniger anhatten als ich am Strand. Kurzer Rock und Schulterfrei? Kein Problem. Hohe Schuhe wünschenswert. Aber auch leger ist in Ordnung.

Mein Tipp: Unbedingt auf Ladies Nights achten, Cocktails sind oft komplett kostenlos für uns Damen. Ausgehmöglichkeiten gibt es viele, beliebt ist die Barasti Bar.

Wenn man in den Emiraten ist sollte man auf jeden Fall einen Ausflug in die Wüste machen. Wüstensafaris kann man in jedem Hotel buchen, und bei jeder Tour ist ein Foto-Stopp dabei. Die Wüste ist wirklich faszinierend und es macht Spaß mit dem Jeep die Dünen rauf und runter zu brettern. Selbst fahren darf man leider nicht (das habe ich schon mehrmals versucht, leider ohne Erfolg).

Mein Tipp: Jacke mitnehmen! Es wird tatsächlich frisch in der Wüste abends.

Um die Städte Dubai und Abu Dhabi zu erkunden finde ich die Hop-on-Hop-off Busse sehr gut. Ja ich weiß – Touristenfalle. Ich habe schon viele unterschiedliche Touren gemacht und kann guten Gewissens sagen dass sich diese Busse für mich am meisten gelohnt haben. Teilweise ist sogar eine Wüstensafari und eine Walking Tour bereits inklusive!

Wer sich für Kamelrennen interessiert sollte Frühaufsteher sein. Trainings für die Tiere finden fast jeden Tag in der Früh statt, die Rennen am Wochenende (ACHTUNG: Wochenende ist Freitag und Samstag). Kamelreiten ist für mich wie Elefantenreiten – Tierquälerei. Das muss selbstverständlich jeder für sich selbst entscheiden, ich persönlich bin kein Befürworter.

Völlig überbewertet werden die sogenannten Souks, die arabischen Märkte. Traditionell ist hier nichts. Die Verkäufer kommen von überall her und sind keine Einheimischen, jeder schreit einem hinterher und jeder zweite spricht Deutsch um die Touristen damit zu begeistern. Die Gewürzsäcke sind schöne Fotomotive, das war es dann auch schon.

Mein Tipp: Gewürze könnt ihr im Supermarkt zu einem Schnäppchenpreis kaufen, dazu sind sie anständig verpackt und ihr habt keinen Verkäufer der euch noch Safran aufschwatzen will.

Die Emirate sind einen Besuch wert. Die Menschen dort sind sehr freundlich, zumindest meiner Erfahrung nach. Sie erklären sehr gerne ihre Kultur und ihre Religion.

Mein Tipp: zwei Tage Dubai Städte-Trip und danach in Ras Al Khaimah, Ajman oder Fujairah an den Strand.

Bücher die in die Welt "1001 Nacht" entführen. Mein persönlicher Favorit: Tausend strahlende Sonnen. (Leider habe ich keine Rezension dazu, aber versprochen, das Buch ist richtig gut!).

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Fernweh begleitet mich jeden Tag. Ich hoffe euch hat der kurze Ausflug in die Emirate gefallen. Wenn ihr Fragen habt immer her damit, ich kenne mich dort recht gut aus. Auch sei an dieser Stelle erwähnt dass es in diesem Bericht lediglich um die Emirate als Urlaubsziel geht – politische oder religiöse Meinungen sind hier nicht relevant.

Wart ihr schon dort oder würdet ihr gerne einmal hin?