[Rezension] Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard - Marie Pellissier




bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: November 2015
Verlag: diana verlag
Preis: € 9,99 [D]
ISBN: 978-3-453-35768-6
Seiten: 352 Seiten
Sprache: Deutsch



Hinter der glänzenden Fassade der Pariser Oper wird nach einer Premierenvorstellung der für sein exzessives Leben bekannte Ballettdirektor Guillaume Bernard tot aufgefunden. Mit ihrem untrüglichen Gespür für die Aufklärung von Verbrechen nimmt sich Gardienne Lucie der Sache an. Sie kannte Guillaume schon lange, wohnte er doch im Haus an der Place des Vosges, wo sie seit über 40 Jahren als Hausmeisterin das Regiment führt. Lucie will unbedingt wissen, was mit dem Ballettdirektor passiert ist. Und taucht tief in die Vergangenheit der Pariser Ballettszene ein, wobei sie sich gefährlich weit in den Kreis der Verdächtigen begibt … (Klappentext)

Es geht weiter mit Lucie. Erneut schlittert sie ungewollt in einen Mordfall, der zunächst eher nach Unfall aussieht. Wir begegnen vielen alten Gesichtern aus "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" aber auch vielen neuen. Als Legrand erneut die Bühne betritt wollte ich ihn ehrlich gesagt gleich wieder runter schubsen.

Der Einstieg gefiel mir deutlich besser als in Teil 1 der Reihe ("Die tödliche Tugend der Madame Blandel")
Das Buch verströmt einen tollen Pariser Flair! Mein Störfaktor in dem Buch waren eindeutig die Charaktere und deren Handlungen, was sich natürlich direkt auf den Plott auswirkt. Wieder hatte ich das Gefühl dass Lucie nur über die Hinweise stolpert und nicht "gewitzt kombiniert". Weder Legrand noch Lucie sind für mich als Ermittler rüber gekommen.

Lucie lässt (wieder) Beweisstücke mitgehen, weil sie den Mörder selbst finden will. Weil sie jemanden schützen will von dem eh klar ist das derjenige nicht der Mörder ist. Gefühlt denkt hier leider immer niemand mit bevor gehandelt wird.


Meine "Probleme" mit Lucie und Legrand sind die gleichen geblieben wie in Teil eins. Der Kommissar ist ein unglaublicher Chauvinist - war mich tierisch aufgeregt hat. Wäre er wenigstens "schlau", fände ich das noch ganz unterhaltsam, doch so: nervtötend.
Mit Lucie wurde ich auch in diesem Folgeband nicht warm. Ich fand es auch nicht besonders unterhaltsam wie sie die Ermittlungen behindert, weil sie selbst den Mörder entlarven "muss".
Erschreckenderweise ist Legrand auch nicht der "richtige" Ermittler in dieser Sache.


Der Schreibstil ist der große Pluspunkt der Geschichte. Es liest sich leicht und ist (was ich gerne mag) in verschiedene Blickwinkel eingeteilt.
Für unerfahrene Krimileser sicher ein unterhaltsames Buch. Für den geübten Krimileser ist es zu vorhersehbar und es gibt viel zu wenig gute Ermittlungsarbeit. Mein Geschmak war es leider nicht.



Für mein Leseexemplar möchte ich mich ganz herzlich beim Diana Verlag bedanken.

Die hier Rezensionen sind teilweise der gleichen und teilweise anderer Meinung zum Buch, Lesen ist eben Geschmakssache *zwinker*

primaballerina // nicoles buecherwelt // seitensprung






Kommentare:

  1. Hallo Nadine,

    in manchen Punkten muss ich dir recht geben. Wer einen Krim lesen will wird mit der Geschichte bestimmt nicht glücklich werden.
    Vielen Dank fürs Verlinken! Natürlich ist das in Ordnung. Ich fühle mich sogar sehr geehrt. ;)

    Viele Liebe Grüße
    Ciri

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  2. Hallo Nadine,

    mir hat der Krimi ganz gut gefallen, aber er ist in erster Linie wirklich eher unterhaltsam als nervenzerfetzend spannend. ;)

    Vielen Dank fürs verlinken, das freut mich sehr!

    Liebe Grüße
    Nicole

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  3. Danke für deine ehrliche Rezension! Schade, dass dir der Krimi nicht gefallen hat, aber das nächste gute Buch hat sicher schon angeklopft ;)
    Liebe Grüße
    Anka

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    1. Hallo liebste Anka,
      absolut, ich bin schon völlig begeistert von Rattenkinder, meine aktuelle Lektüre.
      Fühl dich gedrückt
      Nadine

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  4. Ich habe gestern in den 2. Band schauen können und beschlossen, dass ich ihn nicht lesen werde. Deine Rezi bestätigt nun alle meine Bedenken. Ich mag zwar die Oper- und Theaterwelt, aber Lucie fand ich schon beim 1. Band anstrengend, und Legrand wird offenbar weiterhin als Witzfigur dargestellt. Schade, ich mag die Pariser Atmosphäre, aber glaubhafte, ausgereifte Charaktere sind mir wichtiger...

    LG, Julia

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