[Rezension] Das Geheimnis des Genter Altars - Klaus-Jürgen Werde


Nach ca. 200 Seiten des Buches hatte ich die Qual der Wahl: abbrechen oder querlesen. Ich habe es dann quergelesen, da ich die Thematik wirklich spannend fand.

Ich versuche euch hier zu erklären was meine Stolpersteine mit dem Buch waren.



bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: August 2015
Verlag: acabus
Preis: € 14,90 [D]
ISBN: 978-3-862-82367-3
Seiten: 444 Seiten
Sprache: Deutsch



Ein toter Freund. – Ein gestohlenes Meisterwerk. – Verschlüsselte Botschaften im berühmten Genter Altar – Und eine ominöse Organisation …

Als Daniel seinen Freund ermordet in dessen Wohnung findet, wird er unweigerlich in die rätselhaften Geschehnisse rund um einen aufsehenerregenden Kunstraub von 1934 hineingezogen.
Mit Hilfe der undurchschaubaren Mara stößt er auf mysteriöse Botschaften in der bis heute verschollenen Tafel des Genter Altars und entdeckt ein unfassbares Geheimnis …

Basierend auf historischen Ereignissen rund um einen der spektakulärsten Kunstdiebstähle aller Zeiten entwickelt sich ein spannungsreicher Thriller, der von Köln über Gent quer durch Europa und tief in das immer noch ungelöste Rätsel des bekannten Genter Altars der Brüder van Eyck führt … (Klappentext)
Mit einem recht langen Prolog beginnt das Buch. Wir steigen ein in die Geschichte im Jahr 1314. Die Passagen, welche in der Vergangenheit spielen haben mir von Beginn an besser gefallen aus die der Gegenwart.

Zu Beginn war ich noch sehr gespannt, wie sich die Geschichte aufbauen wird, doch es baute sich nichts auf. Es war direkt klar, hier geht es nicht mit Rechten Dingen zu.
Nach zwei Worten ist Daniel klar, die Polizei ist zu nichts zu gebrauchen. Warum? Weil sie ihm nicht sofort glauben dass die Leiche die eben noch da war, gleich wieder verschwunden ist.

Ich hatte somit von Beginn an das Gefühl, man war sich hier sicher was für eine Geschichte es werden soll: Verschwörung a la Dan-Brown mit ein bisschen "Verblendung".

Mir fehlten ebenfalls echte Emotionen seitens der Protagonisten: Tod des Bruders/Freundes, Anziehung.... alles wird nur oberflächlich angeschnitten, als gäbe es Schauspieler dazu die mit der Körpersprache noch einiges dazu beitragen könnten.

Der Clou rund um den Genter Altar war spannend. Das steht ganz außer Frage. Doch über die Seiten hinweg ließ mich auch weiterhin nicht das Gefühl los, das die Geschichte schon komplett stand und dann erst geschrieben wurde.

Auch mit Mara wurde ich nicht mehr warm, wie Daniel kam sie mir eher aufgesetzt vor.

Mit den Dialogen war es so eine Sache, teilweise waren sie gut gewählt, oft aber wie die Charaktere selbst sehr aufgesetzt und hölzern.

Ich fürchte was die Art von Büchern angeht, bin ich "Dan-Brown-Geschädigt". Ich habe zu hohe Ansprücke und ärger mich zu schnell über "Fehler".

Die letzten Seiten wurden dann wieder richtig gelesen und nicht mehr überflogen. Eine gewisse Spannung war dann doch noch vorhanden, war außschließlich an der Thematik und nicht am Buch lag.

Meine Ansprüche an die Thematik waren viel zu hoch für das Buch. Plott und Protagonisten waren zu aufgesetzt für mich. Schade!



Für mein Leseexemplar möchte ich mich ganz herzlich beim Acabus Verlag bedanken.

Bei LovelyBooks findet ihr noch viele weitere Rezensionen dazu, die deutlich besser ausfallen als meine. Meine Meinung ist schließlich nicht mehr als eine Meinung :)

catas welt // phantasienreisen


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