[Rezension] So finster so kalt - Diana Menschig - misshappyreading

21 Juli 2015

[Rezension] So finster so kalt - Diana Menschig



bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: April 2014
Verlag: Knaur
Preis: € 14,99 [D]
ISBN: 978-3-426-51493-1
Seiten: 384 Seiten
Sprache: Deutsch






Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte... (Klappentext)

Von Anfang an hat mich das Buch absolut gefesselt. Ich finde den Märchen Aspekt einfach großartig. Trotz offensichtlich fehlender Märchenkenntnisse (zumindest teilweise) habe ich mich quasi in die Geschichte um Merle verliebt. Schon nach den ersten Seiten spürt man den Nebel die Füße hochklettern. Ich hatte das (Knusper)häuschen genau vor Augen.
Ich finde es beeindruckend wie Diana Menschig die Geschichte um Merle aufgebaut hat. Zu Beginn war ich mir nicht sicher ob eine "sinnvolle" Aufklärung möglich ist, doch mit jeder Seite kommen neue Fragen aber auch neue Antworten hinzu. Nach und nach baut sich eine tolle märchenhafte Geschichte auf. Mit sympatischen Protagonisten und einer einmaligen Stimmung.

Jakob ist mir das ganze Buch über (bis kurz vor dem Ende) nicht ganz geheuer gewesen. Ihn umgibt eine ungute Stimmung. Merle war mir von Anfang an sympathisch, doch teilweise dachte ich sie ist schon ein bisschen "verrückt". Und Ronja! Die kleine Ronja. Ihre Sequenzen fand ich besonders toll und so goldig.

Die Stimmung die dieses Buch verbreitet ist perfekt passend zu Geschichte. Düster, wunderbar bildlich und spannend. Das Buch kann man in einem Rutsch durchlesen ohne Luft zu holen.

Was mir besonders gut gefallen hat war der "Zeitwechsel". Die Autorin erzählt abwechselnd die Geschichte von Hans, welche viele Jahrhunderte zurück liegt, und Merle die versucht herauszufinden was genau Hans erlebt hat.
Trotz der Märchenthematik fand ich die Aufklärung super und wirklich sinnig! Das Einzige was mir zeitweise nicht ganz klar war, ist die dezente Lovestory die mit eingewoben wurde. Manchmal hatte ich Probleme Jakobs Verhalten nachzuvollziehen.
Eine absolute Leseempfehlung. Düster, unterhaltsam und märchenhaft schön. Eine interessante und vor allem durchdachte Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart.


Das Buch habe ich bei skoobe gelesen.


weltenwanderer // his and her books


Welches ist euer Lieblingsmärchen?

Meins war immer (kein Scherz) Hänsel und Gretel - waurm? Wegen dem Lebkuchenhaus! Ich lieeebe Lebkuchen und würde sie auch unterm Jahr essen - ich bin einer der Leute die sie auch essen sobald es sie ab Herbst zu kaufen gibt!

Kommentare:

  1. Huhu liebe Nadine! :)

    Schöne Rezension! So finster, so kalt steht ja schon lange auf meiner WuLi, da hast du mir wieder so richtig Lust auf das Buch gemacht. :)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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  2. Hach, ich hab das auch noch in meinem SuB liegen. Ich glaub, ich muss das mir bald mal vornehmen... :)
    Liebe Grüße

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  3. Hallo Nadine,

    das ist ja schön, dass es dir auch so gut gefallen hat. Für mich war's ein absoluter Pageturner, ich musste einfach weiterlesen und konnte es nicht zur Seite legen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  5. Liebe Nadine,
    danke für deine Rezi! Ich freue mich, wenn ich euch Leser begeistern kann! Nürnberger Lebkuchen oder Aachener Printen bekommst du inzwischen im Internet auch das ganze Jahr - oder selbst backen,ich gar nicht so schwer ;-)
    Mein Lieblingsmärchen war unter anderem "Die sieben Geisslein", ich mochte das Zicklein, das sich vor dem in der Standuhr versteckt, so gern.
    Herzliche Grüße :-)
    Diana (Menschig)

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    1. Da fehlt natürlich: vor dem WOLF! ... herrje... (Wie man sieht, brauchen Autoren immer auch Lektoren...)

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