[Rezension] Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner - Edward Kelsey Moore


bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: August 2014
Verlag: limes / blanvalet
Preis: € 9,99 [D]
ISBN: 978-3-442-38088-6
Seiten: 448 Seiten
Sprache: Deutsch (übersetzt von Carolin Müller)






Seit fast vierzig Jahren gehen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und etwa genauso lang sind die drei nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Earl weiterhin ein Auge auf seine Supremes – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen … (Klappentext)

Meet the Supremes (die aus Earl's Diner)! Die Geschichte beginnt mit der Gegenwart - eine Gegenwart in welcher eine der Supremes nicht nur ihre verstorbene Mutter in der Küche antrifft sondern auch noch die (ebenfalls tote) First Lady Mrs Roosevelt. Ich tauchte ein in einen derben und unterhaltsamen "alte" Frauenhumor mit Südstaatenflair. Definitiv ein Buch welches ganz von alleine das Kopfkino zum laufen bringt.
Das Buch erzählt die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Freundinnen. Während Odette hauptsächlich als die "ich-Erzählerin" fungiert, erleben wir Clarice und Barbara Jean von außen. Jede der Frauen hat ihre Höhen und Tiefen. In dieser Geschichte ist kein Hollywood zu finden, abgesehen von der Sache mit den Geistern, sondern das wahre Leben, echte Freundschaft und Nicht-perfekte-Liebe.

Die Erzählung schwankt zwischen Gegenwart und Vergangenheit genau im richtigen Verhältnis. Jeder der Geschichten hatte etwas für sich und war unterhaltend, mitreißend (auf eine dezente Art), humorvoll, traurig oder einfach interessant.

Die Charaktere waren einfach wundervoll ausgearbeitet. Jedes Detail passte für mich ins Bild der jeweiligen Frau. Anfangs war ich kein großer Fan von Clarice, doch nach und nach, als ich ihre Geschichte erfuhr, wuchs sie mir ans Herz. Odette ist einfach großartig - eine Freundin die sich jeder wünscht. Mit Barbara Jean, die kein Glück im Leben hat, litt ich sehr mit. Der Autor schuf ganz eigene Charaktere wie sie tatsächlich existieren könnten - real und in Farbe.
Das ist Moores erster Roman - kaum vorstellbar! Ich bin mir sicher mit diesem Buch einen wirklich talentierten Autor kennen gelernt zu haben. Der Schreibstil lässt sich für mich am besten mit dem Wort farbenfroh beschreiben. Ich war dort! Ich war direkt bei Big Earl. Ich habe mit den Supremes gekichert.

So muss ein Roman geschrieben sein, einfach aber schön.

Ja ich gebe es zu, das Ende hat mich schon ein bisschen gerührt. Auf den letzten Seiten wurde ich regelrecht emotional! Ein wirklich wundervolles Ende das einen murmeln lässt "das Leben ist einfach toll".
Wer Romane mag und kein Hollywood-Herz-Schmerz braucht liegt mit dem Buch richtig: das echte Leben, wahre Freundschaft und Nicht-perfekte-Liebe!



 
Für mein Leseexemplar möchte ich mich ganz herzlich beim Limes Verlag bedanken!
 
Bei den bibliografischen Angaben steht Limes als Verlag, aber auch Blanvalet - mein Rezensionsexemplar ist vom Limes Verlag, auf der Random House Seite ist das Buch allerdings ausschließlich bei Blanvalet zu finden. Warum? Keine Ahnung - aber ich  gehe davon aus das der Inhalt der gleiche ist *schmunzel*
 
lesendes katzenpersonal // zwei sichten auf buecher

Die Geschichte zeigt wie wichtig Freunde sind. Würde ihr auch alles riskieren für wahre Freunde?

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